NIVO TaxiLine soll Inklusionstaxi werden

Der Umrüster Kirchhoff Mobility baut den Ford Transit Custom zu einem vielseitig nutzbaren Rollstuhl-Taxi um.

Der NIVO TaxiLine soll die Anforderungen der DIN 75078 an die Fahrgast- und die Rollstuhlsicherung erfüllen. (Foto: Kirchhoff Mobility)
Der NIVO TaxiLine soll die Anforderungen der DIN 75078 an die Fahrgast- und die Rollstuhlsicherung erfüllen. (Foto: Kirchhoff Mobility)

Die ehemals unter den Namen Jelschen bekannte „Außenstelle“ von Kirchhoff Mobility in Bad Zwischenahn macht neuerdings den Ford Transit Custom zum Mehrzwecktaxi. Es soll sowohl voll bestuhlt als auch als Rollstuhltaxi eingesetzt werden können, ohne dass langwierig Sitze ausgebaut werden müssen.

 

Der Spezialist für Heckausschnitte im Hause Kirchhoff nimmt sich dafür die Variante mit langem Radstand vor, bei der die serienmäßigen Sitzbänke erhalten bleiben können. Wer einem seiner Fahrgäste den Mittelplatz der Beifahrer-Doppelsitzbank zumuten möchte, kann das Fahrzeug als Neunsitzer einsetzen. Auf einen Systemboden mit flexibel einsetzbaren Einzelsitzen verzichtet der Umrüster.

Je nach den Abmessungen des Rollstuhls soll es nach dem Wickeln eines Teils der Dreierbank in der dritten Sitzreihe möglich sein, einen Rollstuhlfahrer samt bis zu sechs oder sieben weiteren Fahrgästen zu befördern. Der Heckausschnitt ist 810 Millimeter breit und so lang, dass er zu Standardrollstühlen passen soll. Die nutzbare Innenhöhe beträgt nach Angaben des Herstellers rund 1.520 Millimeter. Die Durchfahrtshöhe soll bei 1.570 Millimetern liegen.

Serienmäßig lässt sich die Rampe auch nach innen klappen, sodass sie den Bodenausschnitt im Bereich des Kofferraums abdeckt. Für die volle Bestuhlung wird in den Heckausschnitt ein Adapter eingesetzt, der die Sitzaufnahme der hintersten Bank aufnimmt.

Die Entwickler weisen darauf hin, dass ihr Umbau keine Bodenvertiefungen und Stolperfallen im Bereich der hinteren Sitze habe. Es würden auch keine „unbequemen“ Klappsitze verbaut (die nebenbei bemerkt pro Stück knapp 1.000 Euro kosten, die Redaktion). Ein ähnlicher Umbau ist auch beim Mercedes-Benz Vito beziehungsweise der V-Klasse möglich und dort selbst mit dem Heckantrieb kombinierbar.

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