Taxi-Präsident gibt Tipps zu Zukunftstaxis

Auf der Mitgliederversammlung der neuen Fachvereinigung Personenverkehr Sachsen-Anhalt brachte Herwig Kollar wichtige Hinweise zu Inklusionstaxis und zu umweltfreundlichen Antrieben, die Genehmigungsbehörden ab August 2021 verlangen könnten.

Herwig Kollar aktualisierte in Halle an der Saale den Vortrag, den er zuvor in vier virtuellen Regional-Veranstaltungen des BVTM sowie bei den Conference Days des HUSS-VERLAGES und von taxi heute gehalten hatte. (Foto: Dietmar Fund)
Herwig Kollar aktualisierte in Halle an der Saale den Vortrag, den er zuvor in vier virtuellen Regional-Veranstaltungen des BVTM sowie bei den Conference Days des HUSS-VERLAGES und von taxi heute gehalten hatte. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Mit dem Inkrafttreten des neuen Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) Anfang August 2021 können Genehmigungsbehörden Taxibetrieben wie mehrfach berichtet Vorgaben für die Beschaffung von rollstuhlgerechten Inklusionstaxis machen. Möglich ist das aber erst ab einer Mindestanzahl von 20 Taxis. Etwaige im Fuhrpark vorhandene Mietwagen werden nicht mitgezählt. Das stellte Herwig Kollar, Präsident des Bundesverbandes Taxi und Mietwagen e.V. (BVTM), am 3. Juli 2021 bei der Mitgliederversammlung der neu gegründeten Fachvereinigung Personenverkehr Sachsen-Anhalt in Halle an der Saale klar.

Diese Botschaft dürfte insbesondere viele Unternehmer und Unternehmerinnen auf dem Land beruhigen, die in der Regel Taxis und Mietwagen einsetzen. Für sie hatte Kollar auch den Hinweis, dass man Zuschüsse für barrierefreie Fahrzeuge auch nach dem Sozialgesetzbuch bekommen könne. Viele Betriebe in ländlichen Regionen setzen ohnehin schon länger Rollstuhlfahrzeuge ein.

Der BVTM-Präsident ging bei der Veranstaltung auch auf mögliche Vorgaben hinsichtlich der Emissionen ein, die nicht an eine Mindestgröße des Fuhrparks gebunden sind, sondern für jede Konzessionierung greifen würden. Er riet den fünf Unternehmerinnen und 24 Unternehmern im Saal, schon jetzt offensiv mit den Emissionsvorgaben auseinanderzusetzen, weil die EU eine diesbezügliche Vorgabe für die Vergabe öffentlicher Aufträge plane. Zu denen könnten auch Verträge mit Krankenkassen zählen, bei denen solche Vorgaben dann zwingend berücksichtigt werden müssten.

„Ich gebe Ihnen für Ihr Unternehmen die dringende Empfehlung, sich darauf einzustellen“, erklärte Kollar abschließend. „Dann sind Sie mittelfristig auf der sicheren Seite und können Zuschüsse für Rollstuhltaxis und Umwelt-Fördergelder beantragen.“

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