Opel Grandland Electric fährt 714 Kilometer mit einer Akkuladung

Auf einer Langstreckenfahrt von Eisenach bis zum Eibsee bleibt das Elektro-SUV ohne Ladestopp. Am Ziel stehen noch fünf Prozent Akkuladung auf der Anzeige.

Die Route führt den in Eisenach gebauten Opel „Grandland Electric Long Range“ durch mehrere Bundesländer bis an den Fuß der Zugspitze. | Foto: Dani Heyne/press-inform
Die Route führt den in Eisenach gebauten Opel „Grandland Electric Long Range“ durch mehrere Bundesländer bis an den Fuß der Zugspitze. | Foto: Dani Heyne/press-inform

Der Opel „Grandland Electric Long Range“ hat auf einer Langstreckenfahrt von Eisenach bis zum Eibsee unterhalb der Zugspitze nach Angaben von Press-Inform 714 Kilometer mit einer Akkuladung zurückgelegt. Damit lag die gefahrene Strecke 20 Kilometer über der im Ausgangstext genannten Reichweite nach dem Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure von bis zu 694 Kilometern. Das Fahrzeug startete mit vollständig geladenem Akku am Opel-Werk in Eisenach und erreichte das Ziel ohne zwischenzeitliches Laden.

Alltagsbedingungen statt Reichweitenoptimierung

Die Fahrt sollte die Reichweite unter Bedingungen überprüfen, die einer normalen Langstreckennutzung entsprechen. Zwei Personen waren an Bord, drei Taschen befanden sich im Kofferraum. Während der Tour liefen die Klimaanlage sowie die Ladefunktionen für Mobiltelefone und weitere elektrische Verbraucher.

Die Strecke führte zunächst von Eisenach über Weimar und Magdala. Anschließend ging es über das Hermsdorfer Kreuz nach Saalburg-Ebersdorf in die Umgebung des Bleilochstausees. Dort wurde die Rekuperation des Elektro-SUV auf die höchste Stufe eingestellt. Der Grandland verfügt laut Ausgangstext über eine Leistung von 231 PS.

Rekuperation auf kurvigen Strecken

Bei Verzögerungsvorgängen nutzte das Fahrzeug die Rekuperation, um Bewegungsenergie zurückzugewinnen. Die Fahrweise wurde dabei so angepasst, dass frühzeitig Geschwindigkeit reduziert und das Fahrzeug häufiger rollen gelassen wurde.

Die Route führte anschließend über Marienbad in Tschechien weiter in Richtung Süden. Weitere Stationen waren die Walhalla oberhalb der Donau und Regensburg. Auf dem Weg nach München zeigte der Bordcomputer einen Verbrauch von 16,1 kW/h an. Zu diesem Zeitpunkt war der Akku laut Ausgangstext noch etwa zur Hälfte geladen.

Verbrauch sinkt im Münchner Stadtverkehr

Im Münchner Innenstadtverkehr sank der angezeigte Verbrauch laut Bordcomputer auf weniger als 12 kW/h. Danach führte die Strecke weiter zum Starnberger See und schließlich in Richtung Garmisch-Partenkirchen.

Mit zunehmender Fahrstrecke fiel die angezeigte Restreichweite auf weniger als 100 Kilometer. Kurz vor Garmisch-Partenkirchen sank der Akkuladestand unter zehn Prozent. Das Fahrzeug warnte daraufhin vor dem niedrigen Ladezustand und schlug fünf Ladestationen vor. Diese wurden nicht angefahren.

Mit fünf Prozent Akkuladung am Ziel

Auf dem anschließenden Anstieg in Richtung Eibsee stieg der Energieverbrauch, während der Ladezustand weiter zurückging. Am Ziel unterhalb der Zugspitze zeigte das Fahrzeug noch fünf Prozent Akkuladung an.

Der Kilometerzähler wies zu diesem Zeitpunkt eine Fahrstrecke von 714 Kilometern aus. Damit überschritt die tatsächlich gefahrene Strecke die im Ausgangstext angegebene Reichweite nach dem Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure um rund drei Prozent.

Für eine möglichst hohe Reichweite nennt der Ausgangstext mehrere Einflussfaktoren. Dazu zählen eine vorausschauende Fahrweise und die Nutzung der Rekuperation, insbesondere auf Gefällestrecken. Außerdem können geringere Geschwindigkeiten, kürzere Routen, eine moderate Klimatisierung und weniger mitgeführtes Gewicht den Energiebedarf reduzieren. (Quelle: Press-Inform, Autor: Tom Lübeck)

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