Taxi-Verband: Online-Krankmeldung erfordert Untersuchung

Wenn eine telefonisch oder online beantragte Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung nicht mit einer persönlichen Diagnose des Arztes verbunden war, kann sie abgelehnt werden.

In Corona-Zeiten kann man eine AU-Bescheinigung telefonisch oder online beantragen, aber es muss dann eine telefonische Beratung oder ein Video-Chat wie hier der Ausstellung vorangehen. (Foto: AOK-Mediendienst)
In Corona-Zeiten kann man eine AU-Bescheinigung telefonisch oder online beantragen, aber es muss dann eine telefonische Beratung oder ein Video-Chat wie hier der Ausstellung vorangehen. (Foto: AOK-Mediendienst)
Dietmar Fund

Wegen der Covid-19-Pandemie können sich auch Mitarbeitende von Taxi- und Mietwagenbetrieben bei Erkrankungen der oberen Atemwege wie etwa bei Erkältungssymptomen eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung online besorgen. Eine solche Bescheinigung gilt aber nur dann als ordnungsgemäß ausgestellt, wenn zuvor ein Arzt oder eine Ärztin den Patienten telefonisch oder per Videochat persönlich untersucht hat. Die Mitarbeitenden müssen das nachweisen. Können Sie das nicht, kann der Betrieb die AU-Bescheinigung ablehnen. Darauf weist der rheinland-pfälzische Dachverband MOLO hin.

Der Verband informierte seine Mitglieder mit einem Rundschreiben vom 25. August 2021 auch darüber, dass Mitarbeitende neuerdings ihre Krankheitssymptome auf der Internetseite au-schein.de angeben können. Das werde von einem Arzt überprüft, der sich dann mit dem Patienten in Verbindung setze und sich persönlich von der Arbeitsunfähigkeit überzeuge. Die Bescheinigung werde dann gegen eine Gebühr per Post oder als pdf-Datei per E-Mail zugesandt.

Generell könnten Ärzte und Ärztinnen die Arbeitsunfähigkeit nach einer eingehenden telefonischen Befragung oder per Video-Chat für bis zu sieben Kalendertage feststellen, schreibt der Verband.

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