Taxi-Bundesverband fordert Vorbestellfrist für Mietwagen

Mit dieser Forderung möchte der Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. die Überflutung größerer Städte mit Mietwagen verhindern, die taxiähnliche Verkehre anbieten.

Zu den Auslösern der Verbands-Aktivitäten zählen mit Sicherheit die auffälligen Mietwagen der BMW- und Daimler-Tochter Free Now, die in immer mehr Städten zu sehen sind. (Foto: Free Now)
Zu den Auslösern der Verbands-Aktivitäten zählen mit Sicherheit die auffälligen Mietwagen der BMW- und Daimler-Tochter Free Now, die in immer mehr Städten zu sehen sind. (Foto: Free Now)
Dietmar Fund

Für Mietwagen sollte eine Vorbestellfrist von mindestens 30 Minuten eingeführt werden, die zwischen dem Auftragseingang und dem Fahrtantritt liegt. Nur so könne wirksam und leicht kontrollierbar verhindert werden, dass Mietwagen taxiähnlichen Verkehr anbieten, schreibt der Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V.

Eine solche Regelung könne auf Großstädte beschränkt werden. Als solche zählt der Verband Städte ab 100.000 Einwohnern.

Der Verband sieht seinen Vorschlag als neues Element zur zusätzlichen Abgrenzung von Taxis und Mietwagen. Gleichzeitig betont er, dass die Rückkehrpflicht für auftraglose Mietwagen als Unterscheidungsmerkmal zwischen Taxis und Mietwagen auf keinen Fall aufgeweicht werden dürfe. Die Politik solle vielmehr die Voraussetzungen für eine digitale Kontrolle der Rückkehrpflicht schaffen.

Dass man als ehrlich wirtschaftender Unternehmer mit Mietwagen, die taxiähnlichen Betrieb anbieten, nicht überlebensfähig ist, war übrigens ein Thema, das bei der letzten Sitzung der Taxi-Erfa-Gruppe in Oldenburg angesprochen wurde. Einen Bericht dazu bringt taxi heute in der Ausgabe 3-4/2020.

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