Taxler im Raum Coburg fanden zusammen

Bei einem ersten Treffen in einer Berufsfachschule tauschten sich Unternehmerinnen und Unternehmen über eine Tarif-Erhöhung, den Umgang mit den Krankenkassen und über unseriöse Mietwagenbetriebe aus.

Christian Linz (am Rednerpult) war auf Einladung von Karin Olm (3.v.l.) in die Medau-Schule nach Coburg gekommen. IHK-Verkehrsreferent Rico Seyd (4.v.r.) nahm sich ebenfalls die Zeit für den Austausch mit dem mobilen Gewerbe. (Foto: Landesverband Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen)
Christian Linz (am Rednerpult) war auf Einladung von Karin Olm (3.v.l.) in die Medau-Schule nach Coburg gekommen. IHK-Verkehrsreferent Rico Seyd (4.v.r.) nahm sich ebenfalls die Zeit für den Austausch mit dem mobilen Gewerbe. (Foto: Landesverband Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen)
Dietmar Fund

Auf Initiative der Taxiunternehmerin Karin Olm aus Bad Rodach trafen sich an einem Montagnachmittag im März 2022 zwei Vertreterinnen und acht Vertreter von Taxiunternehmen im Landkreis Coburg in der Coburger Medau-Schule, um gemeinsame Interessen auszuloten. Zwei Unternehmer waren krankheitsbedingt entschuldigt, einer fehlte.

Wie zuvor ihr Kollege Uli Lo Re im Spessart hatte Karin Olm als Gastgeberin Christian Linz eingeladen, den stellvertretenden Vorsitzenden des Landesverbandes Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen e.V. und Vorstand der Taxi-Zentrale Nürnberg eG. Er berichtete, dass der Verband auch in schwierigen Zeiten vor Ort Präsenz zeigen wolle, und ging dann gleich auf das Thema „Erhöhung der Taxi-Tarife“ ein. Wie in anderen Regionen kamen auch in Coburg Stimmen auf, die bei einer zu starken Erhöhung einen Nachfrageschwund befürchten, was der Nürnberger Mehrwagenunternehmer mit gegenteiligen Erfahrungen mit regelmäßigen Tariferhöhungen in seiner Heimatstadt parierte.

Auch zum Thema „unseriöse Mietwagenunternehmer aus dem Umland“ konnte Linz eigene Erfahrung mit der „Schädlingsbekämpfung“, wie er sie nennt, beitragen. Er schilderte, wie seine Zentrale mit Time-Stamp-Kameras, eidesstattlichen Erklärungen und juristischen Schritten über eine erfahrene Kanzlei erfolgreich gegen unseriöse Wettbewerber vorgeht. Obwohl auch in der Stadt und im Landkreis Coburg die Krankenkassen dem mobilen Gewerbe das Leben schwermachen und es notgedrungen zusammenführen, stellte der Verbandsvertreter auch dort fest, dass das Gewerbe noch nicht geschlossen auftritt und wohl noch zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist.

Karin Olm konnte auch Rico Seyd begrüßen, stellvertretender Leiter des Bereichs Standortpolitik, Umwelt & Innovation, Verkehr der örtlichen Industrie- und Handelskammer zu Coburg (IHK). Ebenfalls eingeladene Vertreterinnen der Genehmigungsbehörden der kreisfreien Stadt und des Landkreises hätten wegen rigider Corona-Auflagen nur an einer Online-Veranstaltung teilnehmen dürfen. Stadt und Landkreis haben zwar denselben Taxi-Tarif, aber getrennte Genehmigungsbehörden.

Die Veranstaltung schloss nach rund drei Stunden mit einer gut genutzten Fragerunde, bei der die vielfältigsten Fragen gestellt wurden.

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