Landesweiter Taxistreik über mehere Tage Anfang Dezember
Anfang Dezember hatten griechische Taxifahrer mit einem zweitägigen Warnstreik den Verkehr in weiten Teilen des Landes beeinträchtigt. Nur Krankenhausfahrten waren ausgenommen. Der vom Panhellenischen Verband der Taxifahrer (POEIATA) organisierte Ausstand fand am 2. und 3. Dezember statt und richtete sich gegen neue steuerliche und gesetzliche Regelungen der Regierung. Der Verband begründete die Proteste mit einer aus seiner Sicht bedrohten wirtschaftlichen Existenz der Fahrer sowie mit wachsendem Wettbewerbsdruck durch internationale Ride-Hailing-Plattformen. Kritisiert wurden zudem Vorgaben zur verpflichtenden Umstellung auf Elektrofahrzeuge, deren Frist die Taxifahrer bis 2035 verlängert sehen wollen.
Weitere Forderungen betrafen unter anderem höhere Tarife und Mindestpreise, eine gerechtere steuerliche Behandlung, den Zugang zu Sonderfahrspuren sowie die Umsetzung ausstehender Regelungen aus einem Finanzierungsgesetz. Nach Angaben des Verbandes sind alle Spielräume für einen Dialog mit den zuständigen Ministerien, insbesondere mit dem Verkehrsministerium, ausgeschöpft, ohne dass bislang für eines der schwerwiegenden Probleme, die den Alltag und das Überleben der Berufskraftfahrer betreffen, eine Lösung gefunden wurde. (Dezember 2025, Quellen: news.gtp.gr/2025/11/25/greek-taxi-drivers-announce-48-hour-strike-for-december-2-3/
sowie en.parapolitika.gr/greece/106397/taxi-strike-december-2-3-48-hour-nationwide-shutdown-in-greece/, greekcitytimes.com/2025/09/09/athens-taxi-strike-hospital/)
Falls es zu keinem Ergebnis kommt, hat der Verband bereits angekündigt "organisiert und entschlossen" umfassende Entscheidungen über die Fortsetzung der Proteste zu treffen. (Dezember 2025, Quelle: poeiata.gr/athina-03-12-2025-anakoinosi/)
Bereits Anfang November gab es in Athen einen 48 h Taxistreik, sowie Mitte September über 18 und Mitte April über 24 h mit ähnlichen Forderungen. Der Auslöser des Ausstands im September bspw. betraf die neue Regierungspolitik (Ride-Sharing Policy), welche privaten Fahrzeugen mit Fahrern gestatte, profesionelle Personenbeförderung zu betreiben, was aus Sicht der Taxifahrer vor allem den großen Ride-Hailing-Plattformen zugutekomme und die eigene wirtschaftliche Position schwäche. (Quellen: https://news.gtp.gr/tag/taxi/, greekcitytimes.com/2025/09/10/athens-taxi-strike-ride-sharing-policy/)
Athen: Taxis sollen mit Defibrillatoren ausgestattet werden
In Athen sollen künftig auch Taxis mit automatisierten externen Defibrillatoren (AED) ausgerüstet werden. Das Gesundheitsministerium startet dazu ein Programm, an dem sich Taxifahrer freiwillig beteiligen können. Die teilnehmenden Fahrer erhalten eine Schulung in Erster Hilfe und im Umgang mit den Geräten. Die Defibrillatoren werden an ein zentrales Notfallsystem angebunden, das im Ernstfall Unterstützung leistet. Die ersten entsprechend ausgerüsteten Taxis mit geschulten Fahrern sollen in den kommenden Wochen den Betrieb aufnehmen. Parallel dazu sollen alle Athener U-Bahn-Stationen mit Defibrillatoren ausgestattet werden, um die medizinische Erstversorgung im öffentlichen Verkehr insgesamt zu verbessern. Möglich werden diese Maßnahmen durch eine Spende der Supermarktkette Massoutis, koordiniert vom Ministerium für Infrastruktur und Verkehr. (August 2025, Quelle: https://greekcitytimes.com/2025/08/28/athens-metro-taxis-defibrillators/)
Rekord: Griechischer Taxifahrer fährt mit Mercedes-Benz 4,6 Millionen Kilometer
Ein Taxifahrer aus Thessaloniki hat mit seinem Mercedes-Benz 240D einen außergewöhnlichen Kilometerstand erreicht. Gregorios Sachinidis legte mit dem Fahrzeug aus dem Baujahr 1976 insgesamt 4,6 Millionen Kilometer zurück und gilt damit als Fahrer des Mercedes-Benz mit der höchsten bislang dokumentierten Laufleistung. Sachinidis hatte den Wagen 1981 gebraucht in Deutschland gekauft, der Tacho zeigte zu diesem Zeitpunkt bereits 220.000 Kilometer an. In den folgenden 23 Jahren setzte er das Auto überwiegend als Taxi ein.
Die Fahrten führten ihn nicht nur durch Thessaloniki, sondern auch auf zahlreiche Langstrecken innerhalb Griechenlands sowie in mehrere Nachbarländer, darunter Deutschland, die Türkei und Bulgarien. 1993 nutzte er den Wagen zudem für humanitäre Hilfstransporte in das damalige Kriegsgebiet Jugoslawien. Als das Fahrzeug 2004 außer Dienst gestellt wurde, entsprach die zurückgelegte Strecke rechnerisch 115 Erdumrundungen. Der Mercedes-Benz 240D gilt seither als Beispiel für die Langlebigkeit des Modells und den langjährigen Einsatz seines Fahrers. (August 2025, Quelle: greekcitytimes.com/2025/08/24/gregorios-sachinidis-mercedes-benz-record/)
Festnahme: Zwei Frauen bezahlen Taxi-Rechnung in Kalamta mit Falschgeld
In Kalamata sind zwei Frauen im Alter von 22 und 23 Jahren festgenommen worden, nachdem sie eine Taxifahrt mit einem gefälschten 50-Euro-Schein bezahlten. Der Taxifahrer bemerkte das Falschgeld und verständigte die Polizei.
Die Beamten konnten die Verdächtigen rasch ermitteln. Bei Durchsuchungen in ihren Wohnungen stellten sie neben mehreren gefälschten 50-Euro-Banknoten auch eine geringe Menge Cannabis sicher. Gegen beide Frauen wurden Ermittlungen wegen des Inverkehrbringens von Falschgeld sowie wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelrecht eingeleitet. (Dezember 2025, Quelle: greekcitytimes.com/2025/12/05/two-women-arrested-after-paying-taxi-fare-with-fake-euros/)
Athen: Einzelne Taxifahrer sorgen mit überhöhten Preisen für Ärger
In Athen kommt es vereinzelt zu Problemen mit überhöhten Taxitarifen, von denen vor allem ausländische Fahrgäste betroffen sind. So musste ein Gast für eine kurze Fahrt vom Syntagma-Platz zu den Gerichten in Evelpidon statt der üblichen neun Euro 17 Euro bezahlen. Zudem soll der Fahrer Kartenzahlung verweigert und ein defektes Taxameter gehabt haben. Der Vorfall wurde dem Attischen Taxifahrerverband gemeldet, der den Fahrer gemeinsam mit der Gewerkschaft SATA ermittelte. Nach Medienberichten handelte es sich um ein Fahrzeug einer Vermietungsfirma, die den Behörden bekannt ist und Fahrzeuge an Personen weitervermittelt, die für unprofessionelles Verhalten berüchtigt sind.
Vor wenigen Tagen war ein Taxifahrer in Thessaloniki in flagranti erwischt worden, der ohne gültigen Führerschein unterwegs war. Vertreter der Taxibranche betonen, dass es sich bei solchen Fällen um eine kleine Minderheit von „schwarzen Schafen“ handelt, warnen jedoch vor wiederholten Vorfällen mit überzogenen Preisen, insbesondere gegenüber Touristen, die am häufigsten Opfer derartiger Praktiken sind. (November 2025, Quelle: griechenland.net/nachrichten/chronik/37224-taxifahrten-in-athen-einzelt%C3%A4ter-bereiten-mit-%C3%BCberh%C3%B6hten-tarifen-probleme?highlight=WyJ0YXhpIl0=)
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