Neue Bundesregierung fördert weiterhin Plug-in-Hybride

Noch ein Jahr lang sollen außer elektrisch angetriebenen Fahrzeugen auch Plug-in-Hybride gefördert werden. Danach sollen andere Förderrichtlinien gelten, die erst noch erarbeitet werden müssen.

Immerhin ist nun klar, dass auch Elektrotaxis 2022 wie bisher einen Umwelt-Bonus von bis zu 9.000 Euro bekommen können. (Foto: Dietmar Fund)
Immerhin ist nun klar, dass auch Elektrotaxis 2022 wie bisher einen Umwelt-Bonus von bis zu 9.000 Euro bekommen können. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Käuferinnen und Käufer von rein elektrisch betriebenen Elektrofahrzeugen erhalten im Jahr 2022 weiterhin bis zu 9.000 Euro Förderung. Plug-In-Hybride werden mit maximal 6.750 Euro gefördert. Ab 2023 soll die Förderung aber deutlich stärker auf den Klimaschutz ausgerichtet werden. Das hat Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), der neue Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, am 13. Dezember 2021 verkündet.

Die hierfür nötige Änderung der Förderrichtlinie sei bereits in der Bundesregierung abgestimmt. Sie werde zum Jahresende im Bundesanzeiger veröffentlicht und trete am 1. Januar 2022 in Kraft. Dann soll er der Text der geänderten Richtlinie auch auf der Homepage des Ministeriums veröffentlicht werden, heißt es in dessen Pressemitteilung weiter.

Von 2023 sollten nur Fahrzeuge gefördert werden, „die nachweislich einen positiven Klimaschutzeffekt haben“, schreibt das Bundesministerium, das sich weiterhin mit BMWi abkürzt. „Dieser soll über den elektrischen Fahranteil und eine elektrische Mindestreichweite definiert werden.“ Die Arbeiten am neuen „Förderdesign“ seien bereits aufgenommen worden.

Man darf gespannt sein, was der grüne Bundesminister unter dem „positiven Klimaschutzeffekt“ versteht und ob dann batterieelektrisch angetriebene Fahrzeuge mit Benziner als Reichweitenverlängerer wie im derzeit als On-Demand-Shuttle so beliebten LEVC TX noch gefördert werden. Um dieses Modell nicht von der Förderung auszuschließen, sind ja auch die Förderbedingungen des Hamburger Projekts „Zukunftstaxi“ entsprechend formuliert worden.

Auf jeden Fall verneigt sich der grüne Möchtegern-Klimaschützer vor dem Teil der Autoindustrie, der derzeit noch kein für die breite Masse bezahlbares batterieelektrisches Auto bieten kann und stattdessen noch seine Plug-in-Hybride unter das Volk bringen möchte. Da die dem Taxi- und Mietwagengewerbe so gut wie nichts bringen, hat der Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. folgerichtig sein Förderkonzept „Bundesfahrplan eTAXI“ so angelegt, dass mit den gestrichenen Geldern für Plug-in-Hybride rein elektrisch angetriebene Taxis gefördert werden sollten.

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