DAT-Report: E-Mobilität muss man selbst erfahren!

Was bei der „Umstiegsdiskussion“ auf Elektromobilität gern vergessen wird: Die BEV-Erfahrungen von Nutzenden und die Einschätzungen der Fahrzeughalter zum Thema.

Der DAT-Report zeigt klar: Das Vertrauen in Elektromobilität wächst mit der eigenen Erfahrung!
Der DAT-Report zeigt klar: Das Vertrauen in Elektromobilität wächst mit der eigenen Erfahrung!
(erschienen bei VISION mobility von Gregor Soller)

Der Pkw-Bestand mit seinen rund 50 Mio. Fahrzeugen ist zu knapp 90% in den Händen privater Halter. Und er besteht zu über 95% aus Pkw mit einem Verbrennermotor. Daher ist es zunächst von hoher Relevanz, wie diese Menschen die Elektromobilität einschätzen. Ohne ihr Vertrauen in diese Antriebstechnik werden sich BEV weiterhin nur sehr langsam durchsetzen. Auch das ist eine der Kernbotschaften des DAT Reports 2026.

Erfahrung mit E-Autos existiert bei 30% der Fahrzeughalterinnen und -halter

Grafik E2 veranschaulicht in diesem Kontext unterschiedliche Einschätzungen der durchschnittlichen Pkw-Halter – gegenübergestellt mit den Erkenntnissen derjenigen Personen, die bereits ein BEV gefahren sind. Wichtig hierbei: 30% aller privaten Pkw-Halter gaben an, bereits selbst ein E-Auto gefahren zu sein.

Erfahrung mit E-Autos ändert die Sicht auf E-Autos

Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass eigene Erfahrungen mit dieser Antriebstechnologie unabdingbar sind, um den Hochlauf der E-Mobilität überhaupt möglich zu machen. Bei den Aussagen zu Fahrspaß und der Nutzung als perfektes Alltagsauto konnten die Befragten ohne E-Erfahrung erwartungsgemäß nur in niedrigem Maße ihre Zustimmung geben. Verglichen mit den E-Erfahrenen war gerade beim Fahrspaß und der Alltagstauglichkeit der Abstand am größten. Hier zeigt sich, wie wichtig es ist, einmal mit dem E-Auto die täglichen Mobilitätsbedürfnisse im wahrsten Sinne des Wortes zu erfahren.

Erfahrung führt zu Wissensvorteilen

Auch was mögliche Privilegien bei der Nutzung betrifft, wie etwa das kostenfreie Parken oder die Einfahrt in bestimmte Zonen in Innenstädten, waren E-Erfahrene klar im Wissensvorteil. Es macht einen Unterschied, ob man dies nur vom Hören-Sagen kennt, oder ob man das selbst erlebt hat.

Und: Die E-Erfahrung mindert auch die Skepsis rund um den Akku, was ebenfalls anhand der Grafik sichtbar wird. Bei der Sicht auf die Technologie (Reifegrad, Umweltfreundlichkeit, Antriebsart der Zukunft) waren die Abstände zwischen den durchschnittlichen Pkw-Haltern und den E-Erfahrenen schon etwas geringer. Und relativ nah beieinander lagen die Ansichten rund um Anschaffungspreis, Ladeinfrastruktur und der Batterie als Unsicherheitsfaktor.

Eigentlich eine Binsenweisheit, doch eine, die gern übersehen wird: Erst eigene Erfahrung hilft, neue Techniken wirklich zu bewerten. 

Zum DAT Report

Der DAT Report ist über 50 Jahren die verlässliche und neutrale Quelle für Informationen zum Verbraucherverhalten rund um den Gebrauchtwagen- und Neuwagenkauf sowie das Werkstattgeschäft. Er gilt als Standardwerk der Automobilbranche und gibt Jahr für Jahr in einer einzigartigen Form repräsentative Auskünfte über die automobilen Befindlichkeiten in Deutschland.

Mehr Informationen und Bestellmöglichkeiten unter www.dat.de/report

 

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