Elektrotaxis: Opel Astra Sports Tourer Electric könnte interessant werden

Mit dem kompakten Rüsselsheimer Franzosen kommt erstmals ein batterieelektrisch angetriebener Kombi auf den Markt, der keine chinesischen Gene hat – aber erst im Herbst 2023 konfigurierbar ist.

Der Opel Astra Sports Tourer Electric ist der erste batterieelektrisch angetriebene Kombi, der nicht aus China kommt. Lade-Szenen, die verraten, ob der Ladeanschluss wirklich hinten rechts sitzt, gibt es noch nicht. (Foto: Opel)
Der Opel Astra Sports Tourer Electric ist der erste batterieelektrisch angetriebene Kombi, der nicht aus China kommt. Lade-Szenen, die verraten, ob der Ladeanschluss wirklich hinten rechts sitzt, gibt es noch nicht. (Foto: Opel)
Dietmar Fund

Außer Minivans, SUV und Verschnitten zwischen ihnen und Limousinen sowie Transportern gibt es bislang noch keine Elektrofahrzeuge aus europäischer, koreanischer oder japanischer Produktion, die sich für den Einsatz als Taxi oder Mietwagen eignen könnten. Bis dato war ein Modell der chinesischen Marke MG der einzige batterieelektrisch angetriebene Kombi am Markt.

Das ändert sich mit dem Erscheinen des Opel Astra Sports Tourer Electric, den die Rüsselsheimer soeben präsentiert haben. Sein Elektromotor bietet 115 kW/156 PS und ein Drehmoment von 270 Newtonmeter und wird von einer 54 kWh Kapazität bietenden Lithium-Ionen-Batterie gespeist. Opel behauptet, den Antrieb so effizient gestaltet zu haben, dass die Limousine gemäß dem aktuellen Messverfahren WLTP nach vorläufigen Messungen mit 14,9 kWh pro 100 Kilometer auskommt, was ein sehr guter Verbrauchswert wäre. Dadurch soll die Limousine bis zu 416 Kilometer weit kommen. Werte für den Kombi hat Opel noch nicht veröffentlicht. Sie dürften nicht viel höher ausfallen, weil das Gewicht der Batterie sicher mehr ins Gewicht fällt als die wegen des längeren Radstands des Kombis etwas schwerere Karosserie.

Fahrer und Fahrerinnen können zwischen den Fahr-Modi Eco, Normal und Sport wählen. Taxi- und Mietwagenbetrieben wird es weniger gefallen, dass Opel mit einer Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h wirbt.

Der Opel Astra Sports Tourer Electric hat serienmäßig einen 11-kW-Bordlader, was beim Laden an Wechselstrom-Wallboxen die Ladezeit deutlich verkürzt. Mit welcher Gleichstrom-Leistung geladen werden kann, verraten die Rüsselsheimer nicht. Sie schreiben nur, dass er sich an einer 100-kW-Gleichstrom-Ladesäule innerhalb von rund 30 Minuten auf 80 Prozent der Kapazität bringen lasse.

Das Modell hat einen engen Verwandten von Peugeot, der sich über sein i-Cockpit deutlich vom Interieur des Astra unterscheidet. Nach Rückmeldungen von Taxi-Umrüstern geben sowohl Opel als auch Peugeot die für die Konformitätsbestätigung nötigen Herstellerunterlagen heraus, sodass einer Umrüstung als Taxi oder Mietwagen nichts im Wege stehen dürfte – außer vielleicht dem trotz des verlängerten Radstands nicht gewachsenen Platz im Fond.

Wie man erst auf der Homepage von Opel erfährt, ist der Astra Sports Tourer Electric erst im Herbst 2023 konfigurierbar. Preise nennt der Hersteller daher leider noch nicht.

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