Kurssturz bei Tesla: Musk-Trump-Konflikt schürt Unsicherheit an der Börse

(dpa) Trumps Kritik an Subventionen für Musks Firmen sorgt für Unruhe. Investoren reagieren empfindlich, während Musks Geschäftsmodell mit Aktienkrediten zusätzlich unter Druck gerät. Die Auseinandersetzung trifft auch strategisch wichtige US-Projekte.

Der Kurs der Tesla-Aktie gerät unter Druck, nachdem ein öffentlich ausgetragener Streit zwischen CEO Elon Musk und US-Präsident Donald Trump eskaliert ist. | Foto: Christophe Gateau/dpa
Der Kurs der Tesla-Aktie gerät unter Druck, nachdem ein öffentlich ausgetragener Streit zwischen CEO Elon Musk und US-Präsident Donald Trump eskaliert ist. | Foto: Christophe Gateau/dpa

Die Aktie des Elektroautoherstellers Tesla ist im US-Handel um mehr als 14 Prozent gefallen. Auslöser ist ein eskalierter Streit zwischen Tesla-Chef Elon Musk und US-Präsident Donald Trump. Der Kursrückgang führte laut Bloomberg dazu, dass Musks Vermögen um rund 34 Milliarden US-Dollar schrumpfte und nun bei geschätzten 335 Milliarden US-Dollar liegt.

Trump droht mit Subventionsentzug

Trump hatte zuvor öffentlich angekündigt, staatliche Subventionen und Aufträge für Unternehmen von Musk zu überdenken. Betroffen wäre nicht nur Tesla, sondern auch das Raumfahrtunternehmen SpaceX, das derzeit eine zentrale Rolle bei bemannten Raumflügen der NASA sowie militärischen Raketenstarts spielt.

Auslöser: Streit um Haushaltspolitik

Hintergrund der Auseinandersetzung ist ein Streit über das von Trump vorangetriebene Steuer- und Haushaltsgesetz. Musk hatte stärkere Kürzungen bei den Staatsausgaben gefordert und vor einem wachsenden Haushaltsdefizit gewarnt. Trump reagierte mit dem Vorwurf, Musk wolle lediglich den Abbau von Subventionen für Elektroautos verhindern.

Politische Nähe hatte Kurs zuvor gestützt

Nach Trumps Wahlsieg im November war die Tesla-Aktie zunächst deutlich gestiegen. Investoren spekulierten auf einen Vorteil für Tesla durch die Nähe zwischen Musk und Trump. Gleichzeitig hatten Musks politische Äußerungen immer wieder zu Kritik und Protesten geführt. In der Vergangenheit kam es auch zu Brandanschlägen auf Tesla-Fahrzeuge.

Risiko für Musks Finanzierungsmodell

Für Musk selbst könnte der Kursrückgang auch finanzielle Folgen haben. Der Tesla-Chef nutzt einen erheblichen Teil seiner Aktien als Sicherheit für Kredite. Laut dem aktuellen Jahresbericht des Unternehmens sind rund 236 Millionen Tesla-Aktien als Pfand hinterlegt. Sinkt der Kurs unter bestimmte Schwellen, können Nachschusspflichten entstehen.

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