DAT: Gebraucht-Käufer zweifeln an älteren E-Autos

Das Interesse an Elektroautos steigt zwar generell, aber es gilt eher den Neufahrzeugen, hat die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) ermittelt.

Autokäufer bevorzugen Elektroautos derzeit als Neuwagen und sind bei Gebrauchten skeptisch, was deren Ladezeiten anbelangt. (Foto: Dietmar Fund)
Autokäufer bevorzugen Elektroautos derzeit als Neuwagen und sind bei Gebrauchten skeptisch, was deren Ladezeiten anbelangt. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Noch sind die im Einsatz befindlichen Elektrotaxis zu jung, um bald für den Gebrauchtwagen-Markt interessant zu werden. Dennoch sollten Taxi- und Mietwagenbetriebe, die bereits batterieelektrische Fahrzeuge einsetzen, im Hinblick auf die Betriebskosten über die gesamte Nutzungsdauer (Total Cost of Ownership, TCO) die ersten Perspektiven für gebrauchte Elektroautos im Auge behalten.

Interessant ist daher auch für sie der neueste Trend-Barometer der Schätzorganisation DAT vom Juni 2022. Sie hat in einer Umfrage ermittelt, dass sich heute schon jeder fünfte Befragte, der einen Autokauf plant, vorstellen kann, ein batterieelektrisch angetriebenes Auto zu kaufen. Von diesen Interessenten bevorzugen aber 67 Prozent einen Neuwagen und sie legen Wert auf eine Reichweite von knapp über 400 Kilometer. Einen Jahreswagen könnten sich noch 40 Prozent von ihnen vorstellen. Nur für 10 Prozent käme auch ein älterer E-Gebrauchter in Frage.

Ältere Gebrauchte gelten wegen der möglicherweise veralteten Elektrotechnik als unattraktiv. Ihre Ladezeit wird als zu lang eingeschätzt und ihre Batteriekapazität und damit die Reichweite als zu gering. Außerdem gilt bei ihnen der Preisvorteil gegenüber einem geförderten Neufahrzeug als zu klein.

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