Italienischer Ladeservice für Münchner Taxis

Das italienische Unternehmen E-GAP hat in München den ersten Standort für seinen Ladeservice eröffnet und kooperiert dabei mit der Taxizentrale IsarFunk, die als Pilotkunde fungiert.

Mit elektrisch angetriebenen Fiat E-Scudo werden nun Elektrotaxis und andere Elektrofahrzeuge in München aufgeladen. (Foto: E-GAP)
Mit elektrisch angetriebenen Fiat E-Scudo werden nun Elektrotaxis und andere Elektrofahrzeuge in München aufgeladen. (Foto: E-GAP)
Dietmar Fund

Mit sechs mobilen Ladestationen in elektrisch angetriebenen Transportern vom Typ Fiat E-Scudo ist im Juli 2023 in München der erste Standort des italienischen Unternehmens E-GAP Germany GmbH eröffnet worden. Die Stationen werden über eine App oder online für ein bestimmtes Zeitfenster gebucht. Geladen werde auch, wenn der Fahrzeughalter oder die Fahrzeughalterin nicht anwesend seien, schreibt das Unternehmen.

E-GAP lädt die Fahrzeuge laut seiner Homepage mit bis zu 80 kW Ladeleistung. Plug-in-Hybride und Transporter lädt das Unternehmen nicht. Bezahlt wird über die in der App hinterlegte Kreditkarte oder den Zahlungsdienstleister PayPal. In Kürze soll der mobile Ladeservice auch in Hamburg, Berlin und Frankfurt am Main zur Verfügung stehen. Wie hoch die Servicepauschale ist und was der Ladestrom kostet, erfährt man auf der Homepage nicht.

Zum Start ist E-GAP eine Kooperation mit der Münchner Taxizentrale IsarFunk eingegangen. Elektrotaxis von Unternehmen, die der Zentrale angeschlossen sind, können die mobile Stromversorgung mit einem Preisvorteil nutzen. Die erste Ladung mit 20 kWh ist kostenlos. Bis Ende Juli entfällt für alle weiteren Bestellungen die Servicepauschale, die sonst erhoben wird. Es wird dann nur der reguläre Strompreis berechnet.

IsarFunk teilt anlässlich der neuen Kooperation mit, dass inzwischen nur noch „Zukunftstaxis“ in die Flotte aufgenommen würden. Mit diesem bisher nur in Hamburg gebräuchlichen Begriff sind Taxis mit batterieelektrischem Antrieb oder solche mit einem Brennstoffzellen-Antrieb gemeint, der ja auch mit Elektromotoren arbeitet. Zudem meint IsarFunk damit auch Fahrzeuge „mit Inklusionsausrüstung“ für die Beförderung von Fahrgästen, die im Rollstuhl sitzen müssen. Sobald diese technisch und wirtschaftlich sinnvoll sei, solle in der Zukunft voll auf Elektrotaxis umgestellt werden, schreibt die Zentrale.

Die 1988 gegründete zweite Taxizentrale Münchens neben der Taxi München eG hat im Sommer 2011 das nach eigenen Angaben erste Elektrotaxi Deutschlands eingeführt. Sie bezeichnet ihre Flotte selbstbewusst als „die umweltfreundlichste Flotte Münchens“.

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