Das ändert sich 2026 im Straßenverkehr: Mehrkosten beim Tanken und neue Steuerregeln

Die CO₂-Bepreisung verteuert Benzin und Diesel, das Deutschlandticket steigt im Preis, und Elektroautos bleiben länger steuerfrei. Auch die Pendlerpauschale wird angepasst. Was Fahrer und Berufspendler ab 2026 beachten müssen.

Ein Elektroauto lädt an einer öffentlichen Ladestation – ab 2026 bleiben neu zugelassene E-Fahrzeuge bis Ende 2035 von der Kfz-Steuer befreit. | Foto: CHUTTERSNAP via Unsplash
Ein Elektroauto lädt an einer öffentlichen Ladestation – ab 2026 bleiben neu zugelassene E-Fahrzeuge bis Ende 2035 von der Kfz-Steuer befreit. | Foto: CHUTTERSNAP via Unsplash

Ab 2026 steigt der Preis für CO₂-Emissionen in Deutschland weiter an. Der Satz pro Tonne liegt künftig zwischen 55 und 65 Euro. Die Regelung basiert auf dem nationalen Emissionshandelssystem, das Brennstoffe wie Benzin, Gas und Heizöl umfasst. Tankstellen und andere Händler geben die höheren Kosten voraussichtlich an die Kundinnen und Kunden weiter. Zusätzlich greift ab dem kommenden Jahr der EU-Grenzausgleich für importierte Güter mit hohem CO₂-Ausstoß. Insgesamt wird dadurch mit einem Anstieg der Kraftstoffpreise um etwa 1,5 bis 3 Cent pro Liter gerechnet.

Pendlerpauschale steigt auf 38 Cent

Zum Jahresbeginn 2026 wird die Pendlerpauschale auf 38 Cent pro Kilometer angehoben. Die erhöhte Pauschale gilt dann bereits ab dem ersten Kilometer der einfachen Wegstrecke. Bislang wurden 30 Cent für die ersten 20 Kilometer und 38 Cent ab dem 21. Kilometer angesetzt. Der neue Satz kann unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel geltend gemacht werden – egal ob Auto, Motorrad, Fahrrad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Regelung ist für die Steuererklärung des Jahres 2026 relevant.

Verlängerte Steuerbefreiung für Elektroautos

Reine Elektrofahrzeuge bleiben künftig bis Ende 2035 von der Kfz-Steuer befreit. Die Bundesregierung verlängert damit die bisherige Regelung, die für bis Ende 2025 zugelassene Fahrzeuge eine Steuerfreiheit von bis zu zehn Jahren vorsah. Neu ist, dass auch Elektroautos, die bis Ende 2030 erstmals zugelassen werden, weiterhin von der Steuer befreit sind – maximal bis zum Ablauf des Jahres 2035. Ziel ist es, die Elektromobilität langfristig zu fördern und den Umstieg auf emissionsfreie Fahrzeuge zu erleichtern.

Deutschlandticket wird teurer

Das Deutschlandticket für den öffentlichen Nahverkehr kostet ab dem 1. Januar 2026 monatlich 63 Euro statt bislang 58 Euro. Die Verkehrsministerinnen und -minister der Länder haben zudem beschlossen, ab 2027 einen Preisindex einzuführen. Dieser soll die Entwicklung von Personal-, Energie- und sonstigen Betriebskosten abbilden und als Grundlage für zukünftige Preisänderungen dienen. Details zum Index und seiner Berechnung sollen im Frühjahr 2026 festgelegt werden. (Quelle: ACE)

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