Autonom unterwegs: Uber startet globale Robotaxi-Offensive mit Baidu

Nach Partnerschaften mit Cruise und Waymo setzt Uber nun auf Baidu für eine internationale Expansion autonomer Fahrdienste. Der Rollout beginnt in Asien und dem Nahen Osten – mit konkreten Plänen für Europa.

Symbolbild: Über die Uber-App sollen künftig auch autonome Fahrzeuge des chinesischen Baidu-Dienstes „Apollo Go“ buchbar sein – ein weiterer Schritt der Plattform in Richtung fahrerloser Mobilität. | Foto: KI-generiert
Symbolbild: Über die Uber-App sollen künftig auch autonome Fahrzeuge des chinesischen Baidu-Dienstes „Apollo Go“ buchbar sein – ein weiterer Schritt der Plattform in Richtung fahrerloser Mobilität. | Foto: KI-generiert

Uber hat eine mehrjährige Partnerschaft mit dem chinesischen Technologiekonzern Baidu geschlossen. Ziel der Kooperation ist es, autonome Fahrzeuge von Baidu weltweit über die Uber-App buchbar zu machen. Nutzerinnen und Nutzer sollen künftig die Wahl haben, ob sie eine Fahrt mit einem menschlichen Fahrer oder einem Robotaxi buchen möchten.

Start in Asien und Nahost – Europa im Blick

Der Rollout der gemeinsamen Dienste ist zunächst in Asien und im Nahen Osten vorgesehen und soll noch im laufenden Jahr beginnen. Langfristig ist eine Ausweitung auf weitere Regionen geplant, darunter Europa und Ozeanien.

Baidus Robotaxi-Dienst

„Apollo Go“ Baidu betreibt derzeit unter dem Namen „Apollo Go“ mehr als 1.000 autonome Fahrzeuge in über 15 Städten – unter anderem in China, Dubai und Abu Dhabi. Nach eigenen Angaben wurden seit dem Start im Jahr 2021 bis Mai 2025 über 11 Millionen Fahrten durchgeführt. Die Expansion nach Europa ist bereits in Vorbereitung, erste Einsätze sind in der Schweiz geplant.

Erweiterung bestehender Uber-Kooperationen

Die Partnerschaft mit Baidu ergänzt Ubers bestehende Kooperationen im Bereich autonomer Mobilität. In den USA arbeitet Uber bereits mit Cruise, einer Tochter von General Motors, sowie mit Waymo zusammen. Letztere ermöglicht seit 2023 auch Buchungen über die Uber-App. Zudem kooperiert Uber mit dem chinesischen Unternehmen Momenta. Für den US-Markt ist außerdem die Integration autonom fahrender ID.Buzz-Modelle von Volkswagen geplant.

Fokus auf Partner statt Eigenentwicklung

Uber hatte in der Vergangenheit eine eigene Entwicklungssparte für selbstfahrende Fahrzeuge aufgebaut, diese jedoch 2020 an das von Amazon unterstützte Unternehmen Aurora Technologies verkauft. Seither setzt Uber auf Partnerschaften, um sein Angebot im Bereich autonomes Fahren auszubauen.

Tesla bleibt außen vor

Ein bedeutender Anbieter im Bereich autonomer Mobilität fehlt in der Liste der Uber-Partner: Tesla. Der US-Hersteller verfolgt mit einem eigenen Robotaxi-Dienst eine eigenständige Strategie. Uber-CEO Dara Khosrowshahi hatte Tesla zuletzt öffentlich als kleineren Wettbewerber bezeichnet und das kamerabasierte System des Unternehmens im Vergleich zu Lidar-Technologien kritisch bewertet.

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