Schaeffler-Kupplung ermöglicht Segeln auch bei Schaltgetrieben

Die automatisierte Kupplung kuppelt in ihrer einfachsten Variante beim Gaswegnehmen aus und kann auch den Motor abschalten.
Das sind die Bestandteile der E-Clutch. (Foto: Schaeffler)
Das sind die Bestandteile der E-Clutch. (Foto: Schaeffler)
Dietmar Fund

Eine Segelfunktion, die wie bei einigen Doppelkupplungsgetrieben den Gang herausnimmt, um Schwung zu nutzen, hat der Zulieferer Schaeffler auch für Schaltgetriebe entwickelt. Seine automatisierte Kupplung mit der englischen Bezeichnung E-Clutch nimmt über ein elektrisches Stellglied den eingelegten Gang heraus, sobald der Fahrer vom Gas geht. Damit fällt die Motorbremswirkung weg und der Schwung kann genutzt werden. Das soll im Leerlauf den Verbrauch um zwei Prozent und beim Abschalten des Motors sogar um bis zu sechs Prozent senken. Laut Schaeffler könnten die Einsparungen im Realverkehr sogar bis zu acht Prozent betragen.

In der zweiten Ausbaustufe wird die mechanische oder hydraulische Anbindung des Kupplungspedals an das Ausrücksystem ersetzt und der Gegendruck über einen Pedalkraftsteller erzeugt. Das elektrische Stellglied soll schnellere Schaltungen als ein Fahrer meistern können.

Während der Fahrer auch bei der zweiten Ausbaustufe noch kuppeln und schalten muss, fällt beim Elektronischen Kupplungsmanagement EKM das Kupplungspedal weg. Hier ließe sich in einem 48-Volt-Bordnetz ein Elektromotor integrieren, der dann beim Einparken oder im Stop-and-go-Betrieb den Antrieb des Fahrzeugs alleine übernimmt.

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