Autokonzerne wollen gemeinsam stromern

BMW, Daimler, Ford und Volkswagen wollen ein ultraschnelles Hochleistungsladenetz an wichtigen Verkehrsachsen in Europa aufbauen.
Der CCS-Stecker soll zum Standard der neuen Schnellladesäulen werden. (Foto: Daimler AG)
Der CCS-Stecker soll zum Standard der neuen Schnellladesäulen werden. (Foto: Daimler AG)

Nachdem den Autokonzernen vorgeworfen worden ist, sie hätten die Entwicklung von Elektrofahrzeugen verschlafen, arbeiten einige von ihnen jetzt wie elektrisiert an einem Netz von Schnellladestationen. So haben die Konzerne BMW, Daimler, Ford und Volkswagen Ende November 2016 verkündet, ein Joint Venture für den Aufbau von 400 „ultraschnellen“ Ladestationen in Europa zu gründen. Sie sollen für diese Leistung ausgelegte Elektrofahrzeuge mit einer Kapazität von bis zu 350 kW in einem Bruchteil der heute nötigen Zeit aufladen.

Der Ladevorgang über das Combined Charging System (CCS) als Standard solle ähnlich bequem wie herkömmliches Tanken funktionieren, versprechen die konvertierten Autohersteller. Das Ladenetz sollten Fahrer aller Fahrzeuge, die mit dem CCS-Standard ausgerüstet seien, markenunabhängig nutzen können.

Der Aufbau der Ladestationen soll 2017 starten. Sie sollen an Autobahnen und an hochfrequentierten Durchgangsstraßen liegen und öffentlich zugänglich sein. Zur Frage, wie die Fahrer von Elektrofahrzeugen den Strom abrechnen sollen, haben die Entwicklungspartner noch nichts verlauten lassen.
 

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