1. Quartal 2025: Tesla-Absatz bricht weltweit ein
Tesla kaut am Modellwechsel des Model Y und an seinem CEO: Den entgegen den allgemeinen Trends sind die Absatzzahlen rückläufig: Von Januar bis März lieferte Tesla demnach weltweit insgesamt 336.681 Fahrzeuge aus, wovon mehr als 96 Prozent auf Model 3 und Model Y entfielen. Den Rest von 12.881 „anderen Modelle“ teilen sich Model S, Model X und der Cybertruck, der ich mehr und mehr zum Flop entwickelt.
Damit unterbot Tesla laut dem Portal Teslarati sogar die pessimistischen Erwartungen der Analysten, die von knapp 378.000 Auslieferungen ausgingen und optimistisch auf knapp 408.000 Einheiten hofften. Womit Tesla sogar die Minimalannahme um rund 12% unterbot.
Und auch das Verhältnis Produktion/Auslieferung passt nicht mehr ganz: Während einst sehr bedarfsgerecht produziert wurde – manchmal sogar weniger als man konkret auslieferte, wurden im ersten Quartal mit 362.615 Elektroautos rund 7,7 Prozent mehr produziert als ausgeliefert.
Tesla begründet die niedrigen Zahlen mit Produktionsstillständen bei der Umstellung des Model Y in allen Werken, die teils mehrere Wochen gedauert hätten. Die Produktion wird nun in allen Werken wieder hochgefahren.
Der Cybertruck: Fünfstellig statt 500.000 Einheiten im Jahr
Mehr und mehr als Flop erweist sich der Cybertruck, von dem erst vor kurzem alle knapp 50.000 produzierten Einheiten zurückgerufen werden mussten, da Teile sich lösten. Womit Tesla nicht gerechnet hatte: Viele der Pik-Up-Kunden in den USA sind sehr konservativ und mit Ford F-150, Chevy Silverado oder Ram 1500 zufrieden, zumal es all die mittlerweile auch elektrisch gibt. Einst behauptete Elon Musk etwas von mehr als einer Million Reservierungen, was er später auf die Hälfte zusammenstrich. Tatsächlich sind 500.000 Einheiten in dieser Pick-Up-Klasse das, was Ford, GM und Stellantis pro Jahr ungefähr absetzen. Mittlerweile hat laut Teslarati sogar Musk selbst in einem Investorengespräch eingeräumt, dass er sich mit dem Cybertruck womöglich sein eigenes Grab geschaufelt habe.
Das Model 2 hätte große Stückzahlen gebracht
Auch die Absage an ein günstiges Model 2 kam nicht nur gut an, weshalb jetzt eine günstige Version des Model Y in der Vorbereitung sein soll. Musk hatte einst geplant, eines Tages mehr als fünf Millionen Tesla bauen zu wollen. Solche Prognosen gibt es nicht mehr.
In den sozialen Medien häufen sich auch die Aussagen, dass Musk als Berater der US-Regierung kaum noch respektive definitiv zu wenige Zeit für Tesla habe. Und eben dort häufen sich auch die Gerüchte, das Musk seinen Beraterposten wieder aufgeben könnte, um sich wieder stärker seinen Unternehmen widmen zu können. Die aktuellen Tesla-Zahlen sprechen jedenfalls gegen ihn.
So schnell verglüht ein Stern: Tesla bietet nach wie vor effiziente Produkte und einen tollen Ladeservice. Aber echte Innovationen bleiben aus, sowie die Qualität vor allem beim Cybertruck mau bleibt. Auch das mehrfach angekündigte Tesla-Cybercab Robotaxi wird sicher nicht so schnell auf der Straße zu sehen sein, wie Tesla CEO Musk es versprochen hat. Die Hürden, voll Autonom zu fahren sind hoch - und Teslas Weg, nur auf Kameras statt auf eine Kombination von Kameras und Radar/Lidar zu setzen, ist riskant.
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