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Mitsubishi i-MiEV: Was kann der Elektro-Zwerg?





Der i-MiEV absolviert derzeit in München seine ersten Taxischichten - das Gewerbe nimmt eben, was es aktuell bekommen kann. Was kann der kleine E-Pionier schon und welche Entwicklungsschritte sind in naher Zukunft absehbar?

Besonders schön ist er ja nicht, der kleine Viersitzer. Und auch der Name verleitet zumindest im deutschsprachigen Raum nicht unmittelbar zur Assoziation mit einem abgasfreien E-Auto. Und doch ist der Mitsubishi das erste in Großserie produzierte Elektromodell.

Der E-Motor des Kleinwagens leistet 67 PS und beschleunigt ihn bis Tempo 130. Der Sprint von 0 auf 100 km/h soll in 15,9 Sekunden gelingen. Der im Fahrzeugboden untergebrachte 200 Kilogramm schwere Lithium-Ionen-Akku ist das Herzstück des i-MiEV – und zugleich sein größtes Problem. Denn die von Mitsubishi angegebene Reichweite von 150 Kilometern im europäischen Normzyklus ist wie so oft nur ein theoretischer Wert. In den ersten Praxistests stellte sich heraus, dass der „Saft“ für gerade einmal 60 bis 80 Kilometer reicht – je nach Fahrweise und eingeschalteten Stromfresser wie z.B. Heizung, Radio oder Licht.

Einmal leergefahren, dauert es an der haushaltsüblichen Steckdose sechs bis sieben Stunden, bis die Batterie wieder voll ist. Über eine Starkstrom-Schnellladestation soll es möglich sein, den Akku innerhalb einer halben Stunde auf 80 Prozent seiner Kapazität „aufzutanken“.

Neben der Reichweite und Ladedauer hat der Akku wie in jedem anderen Elektrofahrzeug mit einem weiteren Problem zu kämpfen: Seinem Preis. Die Batterie alleine kostet im i-MiEV rund 15.000 Euro, was den Preis für den Serienstromer auf knapp 35.000 Euro brutto wachsen lässt.

In der Basis-Ausstattung wohlgemerkt, zu der immerhin elektrische Fensterheber und Außenspiegel, eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung und eine Klimaanlage gehören - ebenso wie ESP und sechs Airbags.

Apropos Sicherheit: Die europäische Euro NCAP Organisation hat den Mitsubishi i-MiEV Anfang dieses Jahres bereits einem Crashtest unterzogen und attestierte ihm hierbei vier von fünf möglichen Sternen. Im Resultat von Euro NCAP heißt es: „Keinerlei Probleme traten im elektrischen System des Fahrzeugs auf. Die Batterien wurden nicht beschädigt.“ Auch der ADAC kam zu einem ähnlich guten Ergebnis.

Für die Batterie sowie die wichtigsten Elektrokomponenten wie Inverter und Motor gewährt Mitsubishi übrigens  eine Garantie von fünf Jahren bis 100.000 Kilometer.

Dass sich der i-MiEV im Hinblick auf Größe, Reichweite, Ladedauer und Preis nicht wirklich für den Taxi-Einsatz eignet, dürfte klar sein. Aber er stellt schließlich auch nur den Anfang des E-Autos in Großserienproduktion dar. Die Entwicklung wird weitergehen und es deutet sich an, dass die Akkus in Zukunft leistungsfähiger und billiger werden. In anderen Modellen  - und auch im i-MiEV selbst. Mitsubishi hat bereits neue Varianten des Elektropioniers angekündigt.

Die mit dem Zusatz „M“ bzw. „G“ versehenen Modelle sollen 2012 auf den Markt kommen und  sich vom Einführungsmodell vor allem im Preis, in der Ausstattung sowie in der Reichweite unterscheiden. Beim i-MiEV M soll es sich um ein Einsteigermodell handeln, das aufgrund eines kleineren Akkus mit rund 22.500 Euro deutlich günstiger ausfallen wird – allerdings sinkt die Reichweite damit auch noch einmal um rund 30 Kilometer. Beim i-MiEV G hingegen verspricht Mitsubishi 30 Kilometer mehr Reichweite als beim Standardmodell (laut Hersteller: 180 statt 150 Kilometer). Hinzu kommt eine bessere Ausstattung und ein etwas niedrigerer Preis (rund 33.000 Euro).

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