Verkehrswende: VDA bemängelt fehlende Infrastruktur

In Reaktion auf eine Studie des Öko-Think Tank Agora Energiewende betont der Verband der Automobilindustrie VDA die Bereitschaft der Branche zur Verkehrswende. Größtes Problem dabei sei die Ladeinfrastruktur.

VDA-Präsidentin Hildegard Müller: „Es braucht eine rasante Vervielfachung der Ladestationen in allen Regionen Deutschlands.“ (Foto: VDA)
VDA-Präsidentin Hildegard Müller: „Es braucht eine rasante Vervielfachung der Ladestationen in allen Regionen Deutschlands.“ (Foto: VDA)
Redaktion (allg.)
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

Das Problem der Verkehrswende sei der schleppende Aufbau der Ladeinfrastruktur, heißt es in einem Statement des VDA. Die für den Klimaschutz nötigen sauberen Elektrofahrzeuge stünden zur Verfügung. In der Konsequenz fordert der daher der Verband die Politik zum Ausbau der nötigen Infrastruktur auf.

Müller betont, dass es nicht an den Fahrzeugen scheitern werde. Schon mit den jetzigen Zielen zum Aufbau der Elektromobilität sei das Vorhaben ambitioniert. Im Moment existiere an den Straßen allerdings nur ein Bruchteil dessen, was geplant sei. Im Mai 2020 waren es Müller zufolge 3.300 Schnelllade-Punkte im öffentlichen Bereich und insgesamt 27.730 Ladepunkte in Kommunen und Städten. Das reiche bei weitem nicht aus, so die VDA-Präsidentin.

Müller nimmt auch andere Technologien in den Fokus. Sie will nicht nur die Antriebsart dekarbonisieren, sondern auch die Energieträger. Als eine Möglichkeit nennt sie Wasserstoff – ob als Verbrenner oder Brennstoffzelle. Die VDA-Präsidentin ist überzeugt, dass dieser ebenfalls eine wichtige Rolle in der Zukunft spielen wird.

„Auch der Einsatz regenerativer Kraftstoffe, wie Biofuels der zweiten und dritten Generation sowie E-Fuels, sind wichtig, um auch die Bestandsflotte und damit die Klimaziele bis 2050 zu erreichen. Hier benötigen wir ein gezieltes Markteinführungsprogramm der Europäischen Union.“

Das alles seien große Herausforderungen, die, so sieht es die VDA-Präsidentin, beim Bund, den Ländern und Kommunen liegen.

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