IRU-Tagung in Genf: Taxivertreter betonen Bedeutung der Zusammenarbeit

Die International Road Transport Organisation (IRU) hat in Genf eine Reihe von Gremiensitzung abgehalten und in diesem Zusammenhang auch ihren Jahresbericht vorgestellt.

Mehrere Vertreterinnen und Vertreter des Taxigewerbes waren in Genf vor Ort (im Bild, von links): Michael Moeller Nielsen (Dänemark), Michael Oppermann (Deutschland), Roxana Ilie (Rumänien) und Armand Joseph-Oudin (Frankreich). | Foto: BVTM
Mehrere Vertreterinnen und Vertreter des Taxigewerbes waren in Genf vor Ort (im Bild, von links): Michael Moeller Nielsen (Dänemark), Michael Oppermann (Deutschland), Roxana Ilie (Rumänien) und Armand Joseph-Oudin (Frankreich). | Foto: BVTM
Thomas Kanzler

Mit Bezug auf das Taxigewerbe heißt es dort zur Plattformarbeits-Richtlinie: „Dank IRU-Lobbying und nach langem hin und her wird das Taxigewerbe endlich als eigenständiger Verkehrsdienst anerkannt, der sich von der Ride-Hailing-Branche unterscheidet.“ Für den Bundesverband Taxi und Mietwagen nahm Geschäftsführer Michael Oppermann an den Sitzungen teil. In Genf tagten die Presidential Executive (der Vorstand) der IRU, dem Oppermann angehört, gefolgt von einer gemeinsamen Sitzung des Personenverkehrs-Rats und des Güterverkehrs-Rats, dann einer Sitzung des Personenverkehrs-Rats und schließlich einer Generalversammlung der Mitglieder.

Im Rahmen des Personenverkehrs-Rats (CTP) berichtete Oppermann über die Lage im Taxigewerbe. Mit Bezug auf die Flottentransformation zu emissionsfreien Fahrzeugen wies Oppermann darauf hin, dass es vor allem einzelne Städte sind, die hier richtungsweisend sind: 

„Amsterdam, London, Oslo und Hamburg zeigen den Weg“, so Oppermann.

Er thematisierte aber auch Hürden für den Umstieg auf emissionsfreie Fahrzeuge. Daneben war der Umgang mit Uber ein Schwerpunkt seines Berichts:

„Wenn wir gegen Uber kämpfen, schützen wir nicht das Taxigewerbe der Vergangenheit. Wir schützen das Taxigewerbe der Zukunft. Denn was Uber anbietet, ist im Grunde eine digitalisierte Form des Manchester-Kapitalismus vom Anfang des 19. Jahrhunderts. Und wie wir uns wohl alle einig sind, ist der Anfang des 19. Jahrhunderts nicht die Zukunft.“

Weitere Themen waren Fahrermangel, Fahrerqualifikation sowie die wachsende Bedeutung von öffentlichen Aufträgen sowie Barrierefreiheit. Weiterhin unterstrich Oppermann die Bedeutung der Arbeit im Rahmen der IRU u.a. im Zusammenhang mit der Platformarbeits-Richtlinie.

Für den Bussektor berichtete der Vorsitzende des Personenverkehrs-Rats, Patrick Westelinck über die aktuelle Lage. Ergänzt wurde dies durch Berichte aus den Regionen, unter anderem aus der Türkei, Mexiko, Schweden und Belgien.

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