taxi.de überarbeitet Sprachassistenten

Ende September 2021 soll eine verbesserte Version kommen, die Anrufende schneller versteht.

Alex von Brandenstein führte den verbesserten Sprachassistenten mit seinem Smartphone vor. Der sprach ihn beim zweiten Anruf als Herr Frankenstein an und verstand kein Englisch. (Foto: Dietmar Fund)
Alex von Brandenstein führte den verbesserten Sprachassistenten mit seinem Smartphone vor. Der sprach ihn beim zweiten Anruf als Herr Frankenstein an und verstand kein Englisch. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Der Hamburger Software-Spezialist Talex mobile solutions überarbeitet seinen Sprachassistenten für seine Vermittlungs-Software taxi.de. Er soll in Kürze Anrufende besser und schneller verstehen und damit rascher als bisher reagieren können. Das kündigte Alex von Brandenstein bei der Tagung der Taxi-Erfa-Gruppe in Hamburg an. Er hat das Unternehmen zusammen mit dem Informatiker Ulf Bögeholz gegründet.

Von Brandenstein sagte dort, der Aufbau eines eigenen Kundenstamms sei heute ja das wichtigste Thema für Taxi- und Mietwagenunternehmen. Deshalb spiele ein guter Sprachassistent eine große Rolle beim Abfedern von Spitzen. Man kann ihn bekanntlich nach wenigen Ruftönen aktivieren und den Anrufenden so eine lange Wartschleife oder gar ein Besetztzeichen ersparen. So können mehr Fahraufträge angenommen werden, was die Auslastung der Fahrzeuge und unter dem Strich den Ertrag verbessert.

Auf Anfrage eines Erfa-Gruppen-Mitglieds sagte von Brandenstein, die Bestellungen über den Telefonassistenten würden aufgezeichnet. So könne man die Aufzeichnungspflicht für Mietwagen-Bestellungen erfüllen.

Zuvor hatte taxi.de ab Februar 2020 den ChatBot für Bestellungen über den Messengerdienst WhatsApp gebracht. Im Unterschied zum Telefonassistenten, der bislang nur Deutsch versteht, können über WhatsApp auch Kundinnen und Kunden aus dem Ausland ein Taxi oder einen Mietwagen bestellen, die kein Deutsch sprechen. Diese Beobachtung hat unter anderem der Regensburg Taxiunternehmer Alexander Panfilov gemacht, der taxi.de seit rund eineinhalb Jahren einsetzt. Bei ihm bestellten viele Touristen per WhatsApp, berichtete er gegenüber taxi heute.

Laut Alex von Brandenstein haben in der Corona-Pandemie die Bestellungen über WhatsApp zugenommen, während die Bestellungen über Plattform-Apps rückläufig gewesen seien. Er erwarte, dass die Bestellzahlen via WhatsApp bis Mitte 2022 die Bestellungen über Taxi-Apps überholen.

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