Wiener Zentralen bekommen Konkurrenz aus Frankfurt

Über diese Ankündigung werden die beiden alteingesessenen Wiener Taxizentralen 40100 und 31300 „not amused“ sein: Die Brüder Ralph und Holger Brück, ihres Zeichens Geschäftsführer von Main Taxi Frankfurt, wollen in der österreichischen Bundeshauptstadt eine dritte Taxivermittlung etablieren.
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Wie „Der Standard“ berichtet, planen die Frankfurter Brüder, Wiener Taxler vor allem mit einer deutlich niedrigeren monatlichen Vermittlungspauschale als bei den Konkurrenten 40100 und 31300 anzulocken. „In Frankfurt kommen wir mit 280 Euro plus Mehrwertsteuer aus, um am Markt bestehen zu können. Das wollen wir auch in Wien“, sagt Ralph Brück. In der Bundeshauptstadt liegen die Monatspauschalen laut „Standard“ mit rund 600 Euro deutlich höher.

Auf die Idee, in Wien eine Zentrale auf die Beine zu stellen, kamen die Brück-Brüder nach eigenen Angaben während ihrer zahlreichen Aufenthalte in der Stadt, bei denen sie sich mit vielen Taxifahrern unterhielten, die sich über die hohen Funkgebühren beschwerten. „Dabei haben wir erfahren, dass es in Wien für 4.500 Taxis nur zwei Funkzentralen gibt, während in Frankfurt 1.700 Taxis von fünf Zentralen bedient werden“, sagte Brück.

Einige Wochen wird es wohl noch dauern, bis die neue Wiener Zentrale im 23. Gemeindebezirk ihren Betrieb aufnimmt und unter der Nummer 36100 Bestellungen entgegen nimmt. „Wir haben gerade die Büros fertig gemacht und die Technik läuft schon“, berichtet Brück. „Zurzeit werden die Funkausrüstungen, die den Taxilenkern gratis zur Verfügung stehen, eingebaut“.

Die Wiener Taxiinnung begrüßt den neuen Marktteilnehmer. „Grundsätzlich freuen wir uns über jeden neuen Mitbewerber, solange mit fairen und transparenten Methoden gearbeitet wird“, betonte Christian Gerzabek, Fachgruppenobmann in der Wiener Wirtschaftskammer gegenüber der Austria Presse Agentur APA. Die Chefs von Taxi 31300 und Taxi 40100 dürften das etwas anders sehen.

(sk)
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