Taxivereinigung Passauer Land fährt Hilfskonvoi

Vier Taxibetriebe brachten mit sechs Fahrzeugen und je zwei Fahrern Hilfsgüter an die polnisch-ukrainische Grenze.

Die Großraumtaxis blieben bestuhlt, um auf der Rückfahrt Flüchtende mitnehmen zu können. (Fotos: Taxivereinigung Passauer Land)
Die Großraumtaxis blieben bestuhlt, um auf der Rückfahrt Flüchtende mitnehmen zu können. (Fotos: Taxivereinigung Passauer Land)
Dietmar Fund

Auf Initiative der Taxivereinigung Passauer Land sammelten die Freiwillige Feuerwehr Bad Griesbach und die Tierrettung Vilshofen Spenden aus der Bevölkerung für ukrainische Flüchtlinge, die mit fünf Großraumtaxis und einem Sprinter am 11./12. März zur polnisch-ukrainischen Grenze gebracht wurden. Organisiert vom Vorsitzenden Thomas Hedtke beteiligten sich mit Taxi Färber, Taxi Schopper und Taxi Österreicher insgesamt vier Taxibetriebe an der Aktion.

Sie luden vor allem Medikamente, Verbandsmaterial, Decken und Lebensmittel in die Fahrzeuge, während Kleidung ausdrücklich nicht gefragt war. Am Freitagabend um 17 Uhr ging es in Passau los und mit einem nächtlichen Tankstopp in Polen nach Przemysl, wo die Truppe um 2.30 Uhr in der Nacht ihre Hilfsgüter auslud und in einer Halle sortierte. Am Morgen um 9.30 Uhr ging es wieder zurück nach Passau.

„Eigentlich haben wir gedacht, wir könnten Flüchtlinge mit nach Passau nehmen und haben deshalb die Bestuhlung unserer Taxis drin gelassen“, berichtet Thomas Hedtke. „Es stellte sich aber heraus, dass viele Geflüchtete in eine Großstadt wollten, sodass wir nur mit drei Personen zurückgefahren sind.“ Offenbar wäre unter der Woche die Chance größer gewesen, jemanden zu finden, der in eine eher ländliche Region mitfahren wolle. Die Aktion sei in Polen sehr gut organisiert gewesen. Die Feuerwehr habe dort die Flüchtenden an der Grenze eingesammelt und zum Verteilzentrum gebracht, wo auch Busse sowie viele Menschen aus anderen Staaten auf sie gewartet hätten.

„In der Bevölkerung ist die Aktion sehr gut angekommen“, erzählt der Taxiunternehmer. „Weil uns ein Fernsehteam von Niederbayern TV in Passau begleitet hat, wurde darüber auch in den sozialen Medien und in der Tageszeitung intensiv berichtet.“ Hedtkes Taxivereinigung kann sich gut vorstellen, noch einmal einen solchen Konvoi durchzuführen. Das nächste Mal könnte es dann an die ungarisch-ukrainische Grenze gehen.

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