Kleine Fachkunde für Taxi und Mietwagen: BVTM fordert Anpassungen und Verbesserungen

Der Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. hat diese Woche erneut zur kleinen Fachkunde Stellung genommen. Hierbei gab der Bundesverband gegenüber dem Bundesverkehrsministerium Feedback auf den nunmehr konsolidierten Fragenpool.

Der Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. hat diese Woche erneut zur kleinen Fachkunde Stellung genommen und fordert Anpassungen sowie Verbesserungen. (Foto: wal_172619/pixabay)
Der Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. hat diese Woche erneut zur kleinen Fachkunde Stellung genommen und fordert Anpassungen sowie Verbesserungen. (Foto: wal_172619/pixabay)
Franziska Neuner

Der Fragepool besteht aus 174 Fragen unterteil in die drei Themenblöcke Verkehrsverhalten, Überfallsicherheit und Sicherer Transport von Personen mit Beeinträchtigung/Inklusionsverkehre.

Streichungen und Ergänzungen

Neben inhaltlichen und redaktionellen Korrekturen an 12 Fragen schlägt der Bundesverband acht Fragen zur Streichung vor und ergänzt acht neue Fragen, so dass im Ergebnis der Umfang des Fragenpools unverändert bliebe.

Weitere Ergänzungen gewünscht

Ergänzt werden sollen nach Willen des Bundesverbands weitere Fragen zum Erkennen der verschiedenen Verkehrsformen des Gelegenheitsverkehrs (Taxi, Mietwagen, Gebündelter Bedarfsverkehr) sowie zum Umgang mit mobilen Endgeräten im Fahrzeug.

„Der Fragenpool ist grundsätzlich geeignet, um die erforderlichen Kenntnisse für eine sichere Fahrgastbeförderung nachzuweisen. Als Branche geht unser Anspruch aber natürlich darüber hinaus: Gerade der Bereich Servicequalität wird in der Verantwortung von Unternehmern und/oder Taxizentralen bleiben“, erläutert Michael Oppermann,  Geschäftsführer beim Bundesverband. 

Warten auf Einführung der kleinen Fachkunde

Eigentlich sollte die kleine Fachkunde bereits Anfang August 2021 mit der PBefG-Novelle eingeführt werden, doch seither greifen Übergangsregelungen der Länder. Mittlerweile wurde ein Abfrageschema entwickelt, es wurden Fragen gesammelt und konsolidiert, verschiedenen Modulen zugeordnet, Redundanzen herausgenommen, mehrfach konnten die Länder sowie die Branchenverbände sich einbringen.

Die Fragen wurden rechtlich überprüft und schließlich wurden Fragen und Antwortmöglichkeiten hinsichtlich Lesekompetenz und Verständlichkeit untersucht. Der letzte Schritt wurde durchgeführt von der arge tp 21, die auch die Fragen und Antworten für die theoretische Führerscheinprüfung verantwortet.

„Dass der Prozess bis hierher viel zu lange gedauert hat, ist allen Beteiligten klar. Jetzt gilt es nach vorne zu schauen und die kleine Fachkunde und mit ihrer Sicherheit und Qualität auf die Straße zu bringen. Der Bundesverband wird diesen Prozess auch weiterhin intensiv, engagiert und konstruktiv begleiten“, so Oppermann.

 

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