Österreich: Taxi-Sharing ist noch nicht so weit

Die Vermittlungstechnik könnte fms Austrosoft zwar bieten, doch einige tarifliche Fragen sind noch nicht geklärt.

In Graz läuft wie in ganz Österreich noch kein Taxi-Sharing. (Foto: Dietmar Fund)
In Graz läuft wie in ganz Österreich noch kein Taxi-Sharing. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Neben der Hauptstadt Wien interessieren sich auch andere Städte wie zum Beispiel Graz für die Einführung des Taxi-Sharing. Doch selbst in Wien laufen erst Versuche, die zeigen sollen, wie man ein solches Angebot so gestalten kann, dass es die gültigen Tarife widerspiegelt. Das erklärte Robert Abel von fms Austrosoft auf Anfrage von taxi heute. Sein Unternehmen bietet Vermittlungssysteme für Taxizentralen an, die das Taxi-Sharing über die Technologie zur Routenoptimierung durchaus abbilden könnten.

 

Laut Abel liegt das Problem darin, dass die Taxi-Tarife momentan eine Anfahrpauschale vorsehen, die derzeit der erste einsteigende Fahrgast bezahlen muss. Wie man diese Pauschale gerecht unter allen Fahrgästen aufteilen könne, die sich eine Tour teilen, sei noch nicht geklärt. Daher gebe es derzeit weder in Österreich noch in Deutschland ein funktionierendes Taxi-Sharing, sagte Abel.

In Deutschland ist bislang nur ein Rosenheimer System auf dem Markt, das auch in Ingolstadt und in Bruchhausen-Vilsen zum Einsatz kommen sollte. Weder aus den beiden Städten noch aus der Kleinstadt war seither Näheres zu hören oder zu lesen und der Software-Entwickler dieser Lösung hat mehrere Anfragen von taxi heute nicht beantwortet. Sein System basiert darauf, dass sich mehrere Nutzer eines Taxis absprechen und einer es dann bei der örtlichen Taxizentrale bestellt und für die Bezahlung der nach Tarif abgewickelten Fahrten verantwortlich ist.

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