Der neue SUV Seat Ateca gäbe ein gutes Taxi ab

Der front- oder allradgetriebene Kompakt-SUV verknüpft eine tolle Straßenlage mit einem erstaunlich großen Fahrgastraum und sehr bequemen Einstiegen.
Der Seat Ateca ist ein schnittiges und geräumiges Taxi mit passablem, gut beladbarem Kofferraum. (Foto: Dietmar Fund)
Der Seat Ateca ist ein schnittiges und geräumiges Taxi mit passablem, gut beladbarem Kofferraum. (Foto: Dietmar Fund)
Mit seinen bequemen Einstiegen und angenehm hoher Sitzposition vorn wie hinten erfüllt der neue kompakte SUV Seat Ateca schon einmal zwei Grundanforderungen der vielfahrenden Taxifahrer und ihrer Fahrgäste. Hinter den ganz nach hinten gefahrenen, um ein paar Rasten angehobenen Vordersitzen finden auch zwei große Fahrgäste im Fond genügend Knie- und Kopffreiheit und einen ordentlichen Fußraum vor. Ein Fahrgast auf dem Mittelsitz allerdings sollte kürzere Beine haben, denn sonst stoßen seine Knie direkt auf die harten Rahmen der Vordersitze. Beim Durchstieg nicht hilfreich ist der Mitteltunnel.

Bei der Fahrvorstellung am 14. September 2016 in der hügeligen Steiermark mit vielen kurvigen schmalen Landsträßchen zeigte sich, dass die Marke Seat beim Ateca die von den Marketing-Leuten so stark betonten sportlichen Gene auf angenehme Art und Weise auslebt. Die Lenkung arbeitete akkurat und die Federungsabstimmung der mit 18-Zoll-Rädern angetretenen Testfahrzeuge war zwar straff, aber gerade deshalb noch komfortabler als eine zu weiche Abstimmung, die zu starker Seitenneigung wie beim Verwandten VW Touran führen würde.

Die gefahrenen 2-l-TDI sind auch im Ateca sehr gut gedämmt. Die für Taxi- und Mietwagenunternehmer wohl interessanteste Leistungsstufe mit 110 kW/150 PS entfaltete ihre Leistung mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe sehr gleichmäßig, das auch eine schaltfaule Fahrweise zulässt. In Verbindung mit der 140 kW/190 PS leistenden Top-Version wechselte das Siebengang-DSG mit nassen Kupplungen, das dort Serie ist, seine Gänge sehr weich. Auch beim Anfahren zeigte es sich manierlich. Diese Automatik-Variante gibt es auch beim 110 kW/150 PS-TDI, während der Einstiegs-Diesel mit 1,6 Litern Hubraum und 85 kW/115 PS nur mit Sechsganggetriebe zu haben ist. Er war bei der Fahrvorstellung nicht dabei.

Laut Bernhard Bauer, dem Geschäftsführer von Seat Deutschland, bestellen seit Juli mehr als 70 Prozent der deutschen Käufer die höchste Ausstattungsvariante Xcellence. Für Taxi- und Mietwagenunternehmer dürfte aber die mittlere Style-Ausstattung ausreichen, unter anderem wegen ihrer Climatronic, der Nebelscheinwerfer, der Ultraschall-Einparkhilfe, der Lendenwirbelstützen vorn und der Bluetooth-Schnittstelle mit integrierter Freisprecheinrichtung.

Mit dieser Ausstattung kostet der 1,6-l-TDI, den es nur mit Frontantrieb gibt, 22.025 Euro (Preise ohne MwSt.). Die vom mobilen Gewerbe gewünschte Kombination mit der DSG-Automatik bietet der 2.0 TDI mit 110 kW/150 PS und Frontantrieb für 24.672 Euro. Mit 24.714 Euro fast dasselbe kostet derselbe Motor mit dem automatisch zuschaltenden Allradantrieb als 2.0 TDI 4Drive, aber einem Schaltgetriebe. Wer Allrad, DSG und TDI kombinieren möchte, muss zum Topmodell 2.0 TDI 4Drive Xcellence greifen, das 140 kW/190 PS liefert und 29.899 Euro kostet.

Die Entwicklung eines Taxi-Paketes für den Ateca ist zwar im Gespräch, aber bisher ist dazu aus der zuständigen Fachabteilung noch kein weiterführender Hinweis gekommen.

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