Stadt Trier gestattet Kraftstoff-Zuschlag für Taxifahrten

Bis zum 1. Oktober 2022 dürfen Taxifahrer und –fahrerinnen in der Stadt Trier bei einem Kraftstoffpreis ab 1,80 Euro einen Zuschlag von 1,00 Euro verlangen.

Die Stadt Trier erlaubt einen Kraftstoff-Zuschlag, der als Zuschlag über das Taxameter eingegeben werden soll. (Foto: Dietmar Fund)
Die Stadt Trier erlaubt einen Kraftstoff-Zuschlag, der als Zuschlag über das Taxameter eingegeben werden soll. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Die Stadtverwaltung Trier hat den Taxiunternehmern und –unternehmerinnen ihrer Stadt am 19. Mai 2022 mitgeteilt, dass sie ab einem Kraftstoffpreis von 1,80 Euro pro Liter Diesel oder Benzin einen Kraftstoff-Zuschlag von 1,00 Euro pro Fahrt verlangen dürfen. Diese Regelung gilt bis zum 1. Oktober 2022.

In den Taxis und bei Vorbestellungen müssen die Taxibetriebe einen „nach innen und nach außen wirkenden“ Hinweis auf die Erhebung dieser Pauschale anbringen. Bei bestellten Fahrten müssen die Kundinnen und Kunden bereits mit der Auftragsannahme über die Pauschale informiert werden.

Der Verband des Verkehrsgewerbes Rheinland hat sich für solche Kraftstoff-Zuschläge stark gemacht und freut sich, dass die Stadt Trier auf diesen Vorschlag eingegangen ist. Laut Hauptgeschäftsführer Guido Borning griffen nunmehr viele rheinland-pfälzische Kommunen diesen unbürokratischen Vorschlag auf.

Borning schreibt, die aktuelle Dieselpreis-Explosion könne von den Unternehmen nicht mehr kompensiert werden. Vielen von ihnen ginge „in rasantem Tempo die Luft aus“. Die Beförderung mit dem Taxi sei mit den aktuellen Taxitarifen bei solchen Dieselpreissteigerungen „hochgradig defizitär“, weil bei Taxibetrieben die Dieselpreise durchschnittlich 25 Prozent der Betriebskosten ausmachten. Der Branche drohe ein massiver Aderlass. Aufgrund der Betriebs- und der Beförderungspflicht könnten sie ihre Taxis noch nicht einmal stehen lassen, um nicht noch mehr Geld zu verbrennen.

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