Der Berliner Zentralenchef, der zugleich einer der „Motoren“ des Vermittlungs-Software-Anbieters fms austrosoft ist, sagte den Delegierten der Landesverbände und Taxizentralen ganz offen, dass beim Taxisharing noch nicht alles fertig sei. Dennoch müsse man darüber reden, weil die Politiker einfach nicht wüssten, was das Gewerbe alles mache. Das Taxisharing sei eine Plattform zur Verabredung einer gemeinsamen Taxifahrt, bei der am Ende der Tarif eingenommen werde. Das müsse man sich nicht genehmigen lassen, es aber den Behörden vorher erklären. Diese Verfahrensweise, die er in Berlin angewandt habe, könne in fast allen Gebieten genutzt werden.
In allen deutschen Millionen-Städten werde noch 2018 das Taxisharing angeboten werden, verkündete Waldner. Berlin habe den Start zum 1. Juni zugesagt und auch aus Köln und aus Stuttgart lägen verbindliche Zusagen vor.
Thomas Lohse von der Taxizentrale Hamburg-Hansa e.V. berichtete anschließend von den Erfahrungen, die er in Hamburg seit Dezember 2017 gemacht hat. „Dieser Markt ist kein Selbstgänger“, erklärte er. „Man wird ihn langfristig bewerben müssen, sonst kommt der für das Sharing erforderliche Nachfragedruck nicht zustande.“
Bei seiner Zentrale müsse der des Teilens willige Fahrgast den ganzen Fahrpreis zahlen, wenn sich kein Mitfahrer finde. Seit mytaxi in solchen Fällen eine Gutschrift erteile, habe die Zentrale dies gespürt. Trotzdem solle das Gewerbe diesen Ansatz weiter verfolgen, riet er.
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