Jeder vierte Autofahrer ist schon einmal am Steuer kurz eingeschlafen. Dennoch sind 43 Prozent von ihnen davon überzeugt, dass sie diese Gefahr rechtzeitig vorhersehen könnten. Rund 45 Prozent meinen, dass die Müdigkeit durch Erfahrung ausgleichen könnten und 17 Prozent fahren sogar bei Müdigkeit weiter. Das hat eine repräsentative Befragung ergeben, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) im Oktober 2016 unter 1.000 Autofahrerinnen und Autofahrern durchgeführt hat.
Der DVR hat dies zum Anlass genommen, am 9. Dezember 2016 eine Kampagne mit dem Titel „Vorsicht Sekundenschlaf! Die Aktion gegen Müdigkeit am Steuer“ zu starten. Der Verband möchte dabei die Erkenntnis vermitteln, dass man das Einschlafen ab einem bestimmten Punkt weder durch reine Willenskraft noch durch umfassende Erfahrung verhindern kann.
Stattdessen sollten Autofahrer, die häufig gähnten oder brennende Augen bemerkten, eine Pause mit einem Kurzschlaf von 10 bis 20, maximal aber 30 Minuten einlegen oder sich an der frischen Luft bewegen. Grundsätzlich sollten sie alle zwei Stunden eine Pause machen.
Die Aktion startete am 9. Dezember 2016 an elf Autobahnraststätten. Medienwirksam wurde an einer von ihnen die Parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär in Szene gesetzt. Ihr Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung finanzieren die Aufklärungskampagne.
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