Via wird Betreiber von zehn On-Demand-Verkehren von CleverShuttle

Das amerikanisch-israelische Unternehmen übernimmt einen Großteil der On-Demand-Verkehre der insolventen Bahn-Tochter GHT Mobility GmbH. Der Insolvenzverwalter hat Betreiber für weitere Verkehre gefunden.

Das Essener Projekt Bussi mit den als störanfällig geltenden Londontaxis vom Typ LEVC TX gehört zu den von CleverShuttle übernommenen Verkehren. (Foto: Via)
Das Essener Projekt Bussi mit den als störanfällig geltenden Londontaxis vom Typ LEVC TX gehört zu den von CleverShuttle übernommenen Verkehren. (Foto: Via)
Dietmar Fund

Seit dem 1. November 2023 werden zehn On-Demand-Verkehre in Deutschland nicht mehr von der Bahntochter CleverShuttle beziehungsweise der GHT Mobility GmbH betrieben, sondern vom amerikanisch-israelischen Anbieter Via. Er steuert nicht nur die Steuerungssoftware bei, die Nutzerinnen und Nutzer nun neu laden müssen, sondern tritt auch als Betreiber auf. Das hat Via am 2. November 2023 mitgeteilt.

Von der neuen Liaison betroffen sind sechs On-Demand-Projekte im Rhein-Main-Gebiet sowie in Dresden, Essen, Kassel und Leverkusen. Im Rhein-Main-Verkehrsverbund betrifft die Veränderung Verkehre in den Landkreisen Darmstadt, Darmstadt-Dieburg, Frankfurt am Main, Hanau, Offenbach und Taunusstein.

Laut dem neuen Anbieter wird seine Software weltweit in 35 Ländern in mehr als 650 Kommunen eingesetzt. In Deutschland seien die Projekte Sprinti in Hannover und BerlKönig in Berlin Teil seiner „Erfolgsgeschichte“. Das Unternehmen wurde 2012 gegründet und rühmt sich, bei seinen Verkehren auch „Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Menschen ohne Smartphone und Menschen ohne Bankverbindung“ mit einzubeziehen.

Weiterführende Informationen enthält die Pressemitteilung der PLUTA Rechtsanwalts GmbH, die ebenfalls am 2. November 2023 verschickt worden ist. Bei ihr sind der Insolvenzverwalter Sebastian Laboga und sein Team tätig. Sie schreibt von mehreren Tochtergesellschaften der insolventen GHT Mobility GmbH, die in Deutschland über 20 On-Demand-Verkehre in mehr als 45 Kommunen in Deutschland angeboten hätten. Die Verkehre im „Südosten“ sowie in Leipzig betreibe künftig die Deutsche Bahn. Die Verkehre in Niedersachsen und in Regensburg würden von den regionalen Betreibern in Eigenregie weitergeführt. Nur ein Kleinstverkehr in Bayern mit nur einem Fahrzeug werde nicht weiterbetrieben. Dass die On-Demand-Verkehre in Hessen und in Dresden durch Via fortgeführt werden, bestätigte die Kanzlei.

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