Neues On-Demand-System ohne Taxi-Beteiligung

In Darmstadt setzt HEAG mobilo bei seinem HeinerLiner auf die Bahn-Töchter ioki und CleverShuttle.

Oberbürgermeister Jochen Partsch (vorn) sowie Bettina Clüsserath und Michael Dirmeier von der Geschäftsführung der HEAG mobilo verstehen den HeinerLiner als Alternative zum eigenen Auto. (Foto: HEAG mobilo)
Oberbürgermeister Jochen Partsch (vorn) sowie Bettina Clüsserath und Michael Dirmeier von der Geschäftsführung der HEAG mobilo verstehen den HeinerLiner als Alternative zum eigenen Auto. (Foto: HEAG mobilo)
Dietmar Fund

Zum 1. April 2021 hat der Mobilitätsdienstleister HEAG mobilo in Darmstadt einen neuen On-Demand-Verkehr namens HeinerLiner gestartet. Eingesetzt werden dort zunächst in der Innenstadt gleich 20 batterieelektrisch angetriebene Transporter vom Typ eVito Tourer. Je nach Nachfrage soll die Flotte nach der Ausdehnung auf das ganze Stadtgebiet bis Juli 2021 auf 35 Stück aufgestockt werden.

Wie bei On-Demand-Systemen üblich, werden die Sammelfahrten per App bestellt und die Fahrzeuge verkehren zwischen virtuellen Haltestellen, die nur bis zu 300 Meter vom gewünschten Abfahrts- und Zielort entfernt liegen sollen. Ihr Preis soll sich zwischen dem eines normalen Linientickets und dem eines von Tür zu Tür fahrenden Taxis bewegen. Buchen kann man Fahrten von Montag bis Donnerstag sowie an Sonn- und Feiertagen zwischen 4 Uhr morgens und 1 Uhr nachts. An Freitagen und Samstagen fährt der HeinerLiner rund um die Uhr. Während der Pandemie dürfen höchstens drei Fahrgäste mitfahren, danach bis zu sieben.

Nach einer europaweiten Ausschreibung ist die Bahntochter CleverShuttle der Betreiber der Fahrzeuge und Arbeitgeber des Fahrpersonals geworden. Gesteuert werden die Fahrten über die Software von ioki, einer weiteren Bahn-Tochter. Angelegt ist das Projekt über vier Jahre.

Der HeinerLiner ist in ein übergreifendes Projekt des Rhein-Main-Verkehsverbundes (RMV) integriert. Es wird vom Land Hessen über die ÖPNV-Förderung unterstützt. Außerdem fließen vier Millionen Euro aus den Mitteln des „Sofortprogramms Saubere Luft 2017-2020“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur nach Darmstadt. Mit ihnen sollen die Beschaffung der Fahrzeuge, die Bereitstellung der Steuerungssoftware und der App sowie Betriebskosten abgedeckt werden.

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