Conti-Entwicklungsleiter: Reifentest-Ergebnisse sind teilweise übertragbar

In einigen wichtigen, aber nicht in allen Kriterien schneiden Reifen in unterschiedlichen Dimensionen gleich ab.
Dr. Holger Lange stellte Anfang Oktober den neuesten Winterreifen Conti WinterContact TS 860 vor. (Foto: Dietmar Fund)
Dr. Holger Lange stellte Anfang Oktober den neuesten Winterreifen Conti WinterContact TS 860 vor. (Foto: Dietmar Fund)
Gemäß der Faustformel „von O bis O“ oder von Oktober bis Ostern für den Winterreifen-Einsatz haben Winterreifen-Tests gerade wieder Hochkonjunktur. Jeder dieser Tests beschränkt sich naturgemäß auf eine einzige Reifendimension. Inwiefern kann man die Testergebnisse auch auf andere Reifengrößen übertragen? Das fragte taxi heute Dr. Holger Lange, der die weltweite Reifenentwicklung für Continental und seine Tochtermarken leitet.

Langes Antwort: Das Abschneiden beim Nassbremsen, auf das deutsche Kunden besonders stark achten, ist ebenso gut vergleichbar wie das Trockenbremsen, der Rollwiderstand und das Abrollgeräusch. Beim Aquaplaning hingegen hängt das Verhalten eines Reifens stark von seiner Breite ab.

„Für benachbarte Reifenbreiten und einen Schritt beim Querschnittsverhältnis funktioniert der Vergleich gut“, sagt der Entwicklungschef. „Der Wechsel der Felgengrößen ist dagegen ein größerer Schritt.“ Ein Indiz für die Übertragbarkeit sei es, wenn ein Reifen in unterschiedlichen Felgengrößen denselben Namen trage. Als Faustregel gelte, dass Testergebnisse auf eine Felgengröße rauf oder runter weitgehend übertragbar seien.

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