Nach Verkehrsunfall: Keine Gnade des Richters

Weil ein Taxifahrer einen Verkehrsunfall mit Todesopfer verursacht hatte, wurde er nun zu einer 10-monatigen Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt.
Redaktion (allg.)

Er hatte nur ein Stopp-Schild übersehen, doch die Folgen waren tragisch: Als im November letzten Jahres ein 53-jähriger Taxifahrer an einer Kreuzung die Vorfahrt missachtete, krachte ein anderes Fahrzeug so heftig in die Seite des Taxis, dass dieses umkippte. Dabei wurde ein 26 Jahre alter Fahrgast schwer verletzt und starb noch an der Unfallstelle. Zwei weitere Fahrgäste wurden leicht verletzt.

Rund ein Jahr danach musste sich der unfallverursachende Taxifahrer vor Gericht verantworten. Dabei warf ihm der vorsitzende Richter ein vermeidbares Fehlverhalten vor. Er habe die Unfallstelle ja schließlich gut gekannt. Das Urteil lautete daher 10 Monate Gefängnis auf Bewährung. Damit überschritt der Richter sogar die von der Staatsanwaltschaft geforderte Strafe um vier Monate. Auf die  von der Verteidigung geforderte Geldstrafe ohne Haft ließ sich der Richter nicht ein. Unter anderem auch deswegen, weil der Verurteilte wenige Wochen nach dem Unglück auf der Autobahn geblitzt wurde.

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