Die intensive Nutzung im täglichen Betrieb zeigt, dass E-Fahrzeuge auch unter hoher Belastung zuverlässig funktionieren, ist vom Taxi-Zentrum München zu hören. Und, dass die Fahrzeuge im Schnitt anderthalbmal pro Tag vollständig geladen werden – ohne besondere Rücksicht auf akkuschonendes Laden. Trotzdem seien die Batterien äußerst langlebig. Heute zählt das Unternehmen rund 70 Fahrzeuge, davon etwa ein Drittel mit elektrischem Antrieb. Bis 2029 soll die gesamte Flotte auf Elektrofahrzeuge umgestellt sein. Taxi-Betriebe setzen verstärkt auf E-Autos
Auch in Hamburg setzen TaxiBetriebe schon seit längerem auf E-Autos. Seit Januar 2025 dürfen in der Hansestadt nur noch emissionsfreie Taxis neu zugelassen werden. Die Hansa Funktaxi eG sieht darin klare wirtschaftliche Vorteile. Aktuell fahren über 700 von insgesamt rund 3000 Taxis rein elektrisch – Tendenz steigend. Spätestens im Jahr 2030 wird der Verbrennungsmotor im Taxi-Gewerbe in Hamburg wohl Geschichte sein. Ein E-Taxi schafft im Zweischichtbetrieb laut Hansa täglich bis zu 400 Kilometer und erfüllt damit die Anforderungen im städtischen wie im überregionalen Einsatz.
Doch wie sieht es mit der Ladeinfrastruktur und den Ladezeiten in den Städten aus? Gerade in Taxi-Betrieben sollte der Ladevorgang schnell über die Bühne gehen. Spezielle Schnellladestationen sorgen hier für kurze Ladezeiten. In 20 bis 30 Minuten lässt sich die Batterie so in der Regel von 20 auf 80 Prozent aufladen.
Flottenladen ohne Ausfallzeiten
Dazu präsentierte das auf Ladesysteme spezialisierte Unternehmen Heidelberg/Amperfield auf der Fachmesse Power2Drive in München ihre modulare DC-Schnellladelösung Amperfied Dynamic DC, die Verfügbarkeit und Effizienz in den Mittelpunkt stellt. Das besonders für Flotten geeignete Ladesystem will Heidelberg künftig auch in einem sogenannten verfügbarkeitsbasierten Betriebsstundenmodell anbieten. Im Klartext bedeutet das, dass das Taxi-Unternehmen nur für das Schnellladesystem zahlt, wenn es zu hundert Prozent einsatzfähig ist. Fehlzeiten gehen hier zu Lasten des Anbieters.
Statt die Hardware zu kaufen, zahlen die Kunden nur die Bereitstellung. Für die funktionierende Ladeinfrastruktur ist Heidelberg verantwortlich. Der Vorteil dabei: Dieses Modell minimiert das finanzielle Risiko für die Betreiber und reduziert die Anfangsinvestitionen. Zudem umfasst das Angebot ein umfassendes Servicepaket. Lediglich der Strom für die Schnelllader muss von den örtlichen Energieanbietern bezogen werden. Taxibetriebe können diese Ladestationen auf ihrem Betriebshof auch für die öffentliche Nutzung freigeben und damit ihre Betriebskosten senken.
Das Amperfied Dynamic DC- System besteht aus einer zentralen Leistungseinheit, die die verfügbare Ladeleistung intelligent und dynamisch an die bis zu sechs angeschlossenen Dispenser mit je zwei Ladepunkten verteilt. Durch den modularen Aufbau lässt sich das System flexibel konfigurieren. So kann zwischen maximaler Ladepunktanzahl (bis zu 12 Ladepunkte mit bis zu 300 A/240 kW), höchster Einzelleistung (bis zu 8 Ladepunkte mit bis zu 500 A/480 kW) oder – je nach betrieblichen Anforderungen – einer Mischung ausgewählt werden. Ein weiterer Vorteil für den Betriebshof: Durch die schlanke Bauform benötigen die Dispenser wenig Platz und sind so auch für enge Parkflächen geeignet, ohne Verlust von Stellplätzen bei der Aufstellung. hjg
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| th-2025-06-elektrisch-hamburg-und-muenchen-9-9.pdf | 623.35 KB |
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