Norddeutsche Taxi-Vertreter können sich Festpreise vorstellen
Immer mehr Vielfahrer, Firmenkunden und Nutzer von Buchungsportalen möchten gerne vor der Fahrt wissen, was sie eine Taxifahrt kostet. Diesen Kundenwunsch nach Festpreisen, die nicht unter dem örtlichen Taxi-Tarif liegen dürfen, könnte man über eine Anpassung der Tarifordnungen erfüllen, ohne den geltenden Ordnungsrahmen ändern zu müssen. Diesen Vorschlag von Christian Brüggmann und Thomas Lohse, zwei Vorständen der Taxen-Union Hamburg Hansa e.V., fanden bei der Tagung des Glückstädter Kreises am 22. Januar 2016 viele Vertreter der norddeutschen Taxiverbände und –zentralen sympathisch.
Wie die Hamburger Brüggmann und Lohse als Gastgeber des Branchentreffs berichteten, sei die Hamburger Genehmigungsbehörde dem Kundenwunsch nach Festpreisen sehr zugetan. Aus der Sicht der beiden Vorstände sollten solche Festpreis-Fahrten bargeldlos abgewickelt werden müssen, damit die Taxifahrer nichts in die eigene Tasche steckten.
Der Hannoveraner Zentralen-Vertreter Wolfgang Pettau sprach sich ebenfalls für Festpreise aus, die im Taxitarif hinterlegt werden sollten. Seine Zentrale Hallo Taxi 3811 bietet mit dem örtlichen Verkehrsbetrieb Üstra schon Taxifahrten an, die bargeldlos abgewickelt werden und einen im Tarif verankerten Rabatt von bis zu 20 Prozent auf den Tarif einräumen, von denen der abwickelnde Taxiunternehmer jeweils 10 Prozent tragen muss.
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