Zwei Beispiele aus den letzten Tagen verdeutlichen, dass Taxifahrer europaweit immer wieder unter Schleusungsverdacht geraten. Der jüngste Fall ereignete sich am vergangenen Sonntag in München. Dort hielt die Polizei ein voll besetztes Taxi mit belgischem Kennzeichen an. Dabei griff sie eine Mutter und deren zwei Kindern aus Afghanistan sowie zwei Personen aus dem Iran auf, die schnell gestanden, dass sie illegal nach Deutschland eingereist waren. Sie waren per Flugzeug nach Europa gelangt und hatten am Brüsseler Bahnhof einen Taxifahrer gefunden, der sie gegen ein Entgelt in Höhe von 800 Euro nach München fuhr. Die illegalen Einwanderer befinden sich nach ihren Asylanträgen inzwischen wieder auf freiem Fuß, ebenso wie der belgische Taxifahrer, gegen den laut Polizei aber wegen des Schleusungsverdachts ermittelt wird.
Ähnliches war am Pfingstmontag einem österreichischen Taxler wiederfahren. Der 37-jährige Wiener war mit zwei türkischen Fahrgästen ebenfalls unterwegs nach München. Bei der Ausfahrt Piding in der Nähe des Chiemsees wurde das Taxi von der Polizei gestoppt. Die Fahrgäste hatten zwar türkische Pässe dabei, ein gültiges Visum für Deutschland konnten sie jedoch nicht vorweisen. Sie wurden wegen unerlaubter Einreise angezeigt und mussten inzwischen die Rückreise nach Österreich antreten. Gegen den Taxifahrer wird wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern ermittelt.
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