LTV: DMRZ-Plattform unterläuft Rahmenvereinbarungen

Der Vorsitzende der Fachvereinigung Personenverkehr übte bei deren Mitgliederversammlung scharfe Kritik an dem Abrechnungsdienstleister.
Wolfgang Schwuchow redete Klartext gegen die Vermittlungsplattform des DMRZ und gegen mytaxi. (Foto: Dietmar Fund)
Wolfgang Schwuchow redete Klartext gegen die Vermittlungsplattform des DMRZ und gegen mytaxi. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund
Die Ausschreibungsplattform für Krankenfahrten des Deutschen Medizinrechenzentrums (DMRZ) unterläuft Rahmenvereinbarungen, die der Landesverband Thüringen des Verkehrsgewerbes (LTV) mit Krankenkassen getroffen hat. Erste Ausschreibungen über diese Plattformen seien auch bereits in Thüringen gelaufen. Er fordere daher die Mitglieder auf, sich nicht an solchen Ausschreibungen zu beteiligen. Das erklärte Wolfgang Schwuchow, Vorsitzender der Fachvereinigung Personenverkehr des LTV, am 12. November 2016 auf deren Mitgliederversammlung. Sie fand erneut in den Räumen der Industrie- und Handelskammer Erfurt statt.

Schwuchow sagte außerdem, das DMRZ stelle sich genauso gegen das Taxigewerbe wie Mercedes-Benz es mit seinem Engagement bei mytaxi tue. Auch solche Plattformen würden bereits an die Krankenkassen herantreten. Wenn das Gewerbe sich nicht einig werde, würden die Unternehmer in Zukunft nur noch als Subunternehmer von Vermittlungsplattformen arbeiten.

Der Erfurter Taxiunternehmer redete auch älteren Kollegen ins Gewissen, bei denen die Rente oder die Aufgabe des Gewerbes schon in Sicht sei. Auch sie sollten bitte nicht so tun, als gingen sie solche Entwicklungen nichts an. Vielmehr sollten sie sich im Interesse ihrer Kinder auch hier noch einbringen.

Zu der Veranstaltung des LTV war taxi heute als einziges Fachmagazin eingeladen.

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