German Car of the Year-Fahrbericht Mercedes-Benz S 580 e
Die S-Klasse wurde einmal mehr überarbeitet. Zum Test nach Alsfeld brachte Mercedes-Benz den Plug-in-Hybrid S 580 e mit – eine gute Entscheidung. Denn Strom und S harmonieren wunderbar. Wir steigen ein, lassen uns in herrliche Sessel mit weichen Kopfstützenkissen fallen und schließen die tresorartig satt ins Schloss fallende Fahrertür.
Dann kurz am seltsam billig wirkenden Fahrwählhebelchen gezupft, und der S 580 e legt lautlos ab. Tatsächlich passt dieses wunderbar watteweiche, leise Gleiten perfekt zur S-Klasse, die auch mit 120 elektrischen Kilowatt und 480 Nm genug Punch hat, um elegant und souverän aufzuspielen.
Die sechs Zylinder säuseln souverän im Hintergrund
Nur beim Kick-down oder wenn die netto verfügbaren 21,96-kWh des 28-kWh-Akkus aufgebraucht sind, erheben die sechs Zylinder unter der Haube leise und sonor die Stimme. Dann stehen in Summe bis zu 430 kW (585 PS) sowie – noch wichtiger – bis zu 750 Nm Drehmoment zur Verfügung.
Ja, bei Verbrennern „klingen“ erst Reihensechszylinder wirklich souverän, was viele Vierzylinder-Plug-in-Hybride akustisch so schrecklich durchschnittlich macht. Dabei ist der M 256 kaum zu hören, und man fragt sich deshalb, ob nicht doch die rein elektrische die noch souveränere S-Klasse wäre. Das sieht auch Mercedes-Benz so: Der künftige Nachfolger wird – wie auch der BMW 7er – in mehreren Antriebsarten angeboten. Das ist umso wichtiger, als China mehr und mehr rein elektrische Luxusgleiter in Stellung bringt und das „Experiment“ der elektrischen Luxuslimousine – anders als beim Sportwagen oder gar Hypercar – inzwischen als geglückt gelten darf: Die Kunden gleiten gern souverän dahin.
Und genau das beherrscht die S-Klasse wie kaum ein anderes Modell. Der Haubenstern weist stolz den Weg nach vorn, und trotz allen Komforts gleiten Federung und Dämpfung nie ins Unverbindliche oder gar Schwammige ab. Wenngleich es sich Mercedes-Benz auch verkneift, den S jemals wirklich straff abzustimmen.
Die Hinterradlenkung unterstützt vor allem innerorts und beim Parken
Dazu kommt eine präzise Lenkung – die Hinterräder lenken bei hohen Tempi mit und bei niedrigen Geschwindigkeiten gegenläufig –, mit der sich die S-Klasse leicht und dennoch exakt positionieren lässt. Trotz mittlerweile gut 2,4 Tonnen Leergewicht und in der Langversion fast 5,2 Metern Länge. Die Ausmaße bemerkt man allerdings erst in der Innenstadt von Alsfeld, wo man über die Hinterradlenkung heilfroh ist, an etlichen Parkplätzen aber trotzdem vorbeifahren muss.
Auf dem glasklar anzeigenden, komplett armaturenfüllenden Bildschirm, der wegen seiner schieren Größe zu Recht nicht jedem gefällt, findet man sich sofort zurecht. Und man kann den Benz auch automatisch einparken lassen, was er sehr schnell und souverän erledigt – sofern der Parkplatz groß genug ist. Angenehm ist auch, dass Mercedes-Benz die Größe des Screens dafür nutzt, viele Funktionen bereits auf der ersten Ebene per Direktzugriff bereitzustellen.
Die ADAS-Systeme regeln supersouverän
Unterstützt wird die Perfektion von sauber und souverän regelnden ADAS-Systemen, auch wenn man das teure Level 3 wieder gestrichen hat, sowie von einem hervorragenden Sprachverständnis, das auch abstrakte Anweisungen versteht. Hier hilft MB.UX dabei, Wünsche schnell zu erfüllen.
Die Elektrifizierung hilft der Effizienzsteigerung
Und die Elektrifizierung hilft der Effizienz. Nachdem sich die S-Klasse als äußerst begehrt erwies, wurde sie eher selten geladen, und natürlich kosteten die Kollegen die antriebsseitige Souveränität gern aus. Trotzdem meldete das Display lediglich 6,6 l/100 km plus 22,0 kWh/100 km Verbrauch. Und bei bis zu 104 Kilometern rein elektrischer Reichweite nach WLTP – realistisch eher 80 bis 90 Kilometer – lässt sich der S 580 e im Pendelverkehr lange rein elektrisch bewegen, was ihn noch souveräner macht.
Und bei 6,6 l/100 km Verbrauch – so man immer mal wieder nachlädt, hält auch der für die Fahrzeuggröße kleine 67-Liter-Tank 1.000 Kilometer! Wer jedoch auf der Autobahn immer so schnell dahinschnürt wie möglich, wird bei 9 bis 11l/100 km im schlechtesten Fall nach 600 Kilometern wieder an die Tankstelle müssen…
Am Ende stellen wir fest: Mit den jüngsten Fortschritten bei der Akkuentwicklung wird eine elektrische S-Klasse vom „Vielleicht“ zum „Must-have“. Dass der EQS das nicht schaffte, liegt in diesem Fall tatsächlich am Design. Kunden bevorzugen in diesem Segment eine breite C-Säule und eine lange Motorhaube, die gern einen Stern tragen darf – auch wenn darunter gar kein Verbrenner mehr arbeitet, sondern sich vielleicht nur zusätzlicher Stauraum befindet.
Grundsätzlich ist die S-Klasse als Plug-in-Hybrid am souveränsten und effizientesten. Wer nicht täglich Langstrecke fährt, kann große Teile seines Alltags elektrisch zurücklegen und so auch Kosten sparen. Und nachdem die Akkus immer größer sowie E-Antriebe und Aerodynamik immer effizienter werden – bei gleichzeitig weiter sinkenden Ladezeiten –, ist die nächste rein elektrische S-Klasse nur der logische nächste Schritt. Schon der S 580 e beweist, wie logisch das ist.
Taxi-Fahrzeuge (Pkw) , Taxi-Newsletter, Taxameter, Taxi-Fahrer , BZP – Deutscher Taxi- und Mietwagenverband , Straßenverkehrsordnung (StVO) , Krankenbeförderung , Weiterbildung , Taxi-Konzessionen , Verkehrspolitik , Mietwagenbranche , Taxi-Apps , Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz BKrFQG) , Taxizentralen , Personal, Gehälter, Arbeitsschutz , Wirtschaftsnachrichten , Werbung , Taxi-Folierung , Taxi-Umrüster , Straßenverkehr , Elektromobilität, Taxifuhrpark und -flottenmanagement , Taxi-Versicherungen , Hybrid, Diesel, Erdgas , Taxi-Magazin