Bei Elektrotaxis muss man Ladeverluste mit bezahlen

Der ADAC hat ermittelt, dass Bordcomputer von Elektrofahrzeugen die Ladeverluste nicht anzeigen, die bei einigen Modellen bis zu 25 Prozent betragen und mit bezahlt werden müssen.

In punkto Ladeverlust gehört der Kia e-Soul mit 64-kW-Batterie zu den drei besten der 15 untersuchten Elektrofahrzeuge. (Foto: Dietmar Fund)
In punkto Ladeverlust gehört der Kia e-Soul mit 64-kW-Batterie zu den drei besten der 15 untersuchten Elektrofahrzeuge. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Der Stromverbrauch, den die Bordcomputer von Elektrofahrzeugen anzeigen, kann bis zu 25 Prozent niedriger liegen als der tatsächliche Verbrauch, der an der Ladesäule abzurechnen ist. Der Grund dafür sind Ladeverluste beim Aufladen. Sie entstehen in der vorgelagerten Elektroinstallation, in der Ladestation, im On-Bord-Ladegerät des Fahrzeugs und in der Antriebsbatterie. Darauf weist der ADAC hin, nachdem er die Ladevorgänge bei 15 Elektrofahrzeugen untersucht hat.

Dabei hat der Club für den seit längerem mit einem Taxi-Paket von INTAX erhältlichen Nissan Leaf einen Ladeverlust von 17,6 Prozent errechnet. Mit 17,4 Prozent knapp darunter lag der seit kurzem mit einem Taxi-Paket von INTAX bestellbare Jaguar i-Pace. Der Hyundai Ioniq Elektro lag mit 12,3 Prozent deutlich besser, gefolgt vom Kia e-Soul (mit 64 kW-Batterie) mit 12,2 Prozent. Der Kia e-Niro schnitt mit 9,9 Prozent Ladeverlust am besten ab.

Das Tesla Model S prüften die ADAC-Tester nicht, nur das noch nicht als Taxi erhältliche Model 3. Dessen Version 3 LR wies mit 24,9 Prozent den höchsten Ladeverlust auf und war auch in der Variante 3 SR+ mit 18 Prozent nur mittelprächtig.

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