Strom laden direkt an den Zapfsäulen

In der Tank- und Rastanlage Werra Süd haben der Energieversorger EnBW und die Tank & Rast Gruppe erstmals Schnellladesäulen direkt neben den Zapfsäulen für Diesel und Super platziert.

Weil Elektromobilität bei Politikern gerade beliebt ist, freuten sich einige von ihnen über die Eröffnung der Schnellladestationen in der neuen Rastanlage Werratal Süd. (Foto: Tank & Rast Gruppe)
Weil Elektromobilität bei Politikern gerade beliebt ist, freuten sich einige von ihnen über die Eröffnung der Schnellladestationen in der neuen Rastanlage Werratal Süd. (Foto: Tank & Rast Gruppe)
Dietmar Fund

Vier Schnellladesäulen mit insgesamt acht Ladepunkten wurden an der neuen Tank- und Rastanlage Werratal Süd erstmals unter einem Dach direkt an den Zapfsäulen für die klassischen Kraftstoffe platziert. Das teilten der Energieversorger EnBW und die Tank & Rast Gruppe am 14. September 2020 mit.

Die Ladesäulen halten bis zu 300 kW Ladeleistung bereit, mit denen dafür geeignete Elektrofahrzeuge unter Umständen in fünf Minuten Strom für 100 Kilometer Reichweite laden können. Mit der Zusammenlegung der Ladeinfrastruktur und klassischen Antriebsarten unter einem Dach möchte Peter Markus Löw, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Tank & Rast Gruppe, den Kunden Elektromobilität noch attraktiver anbieten. Ihre Wege zur Kasse und in den Shop werden dann wohl auch nicht länger sein als für Benzin oder Dieselkraftstoff tankende Kunden. Was die aber zu den länger verweilenden Elektrofahrzeugen sagen werden, die ihren fast leeren Akku möglicherweise nicht gar so schnell laden können, bleibt abzuwarten. Noch sind die wenigsten Elektrofahrzeuge auf die Gleichstrom-Schnellladung mit 50, 100 oder noch mehr kW eingestellt.

Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, erklärte bei der feierlichen Inbetriebnahme, die neuen Elektroladestationen in Werratal Süd zeigten deutlich, dass die Elektromobilität zunehmend den Stellenwert der klassischen Antriebsarten erreiche. Mit ihm freute sich auch Martin Weber, Abteilungsleiter Straßen- und Verkehrswesen im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, das von dem Grünen-Politiker Tarek Al Wazir geleitet wird. Der wird sich wiederum über die Information freuen, dass die Schnellladesäulen mit Ökostrom versorgt werden und die Rastanlage über eine Photovoltaik-Anlage verfügt. Sie soll mit ihren 300 Quadratmetern Fläche an einem sonnigen Tag rund 25 Prozent des Strombedarfs abdecken.

Laut der Tank & Rast Gruppe sind momentan 360 Standorte mit Schnellladestationen ausgestattet. Das entspricht 790 Ladesäulen mit 50, 150 und 350 kW Ladeleistung. Diese Stationen hat die Gruppe nicht nur mit EnBW, sondern auch mit anderen Partnern wie E.ON, E-Wald, innogy und Ionity aufgebaut.

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