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IAA: Volkswagen und Seat zeigen ihre Elektroautos

Der VW ID.3 und der Seat e-Born sind tatsächlich auf der Grundfläche eines VW Golf fast so geräumig wie ein VW Passat, aber der Kofferraum der Taxis in spe entspricht auch nur dem Golf.

Der lange Radstand deutet schon auf den geräumigen Innenraum des VW ID3 hin. (Foto: Dietmar Fund)
Der lange Radstand deutet schon auf den geräumigen Innenraum des VW ID3 hin. (Foto: Dietmar Fund)
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Dietmar Fund

Was den Fahrgastraum angeht, könnten die batterieelektrisch angetriebenen Elektro-Zwillinge VW ID.3 und Seat e-Born durchaus als Taxi taugen. Ihre Einstiege sind auch hinten angenehm, weil der Boden des Fahrgasraums der Batteriezellen wegen etwas höher als in herkömmlichen Limousinen angeordnet ist. Die Türen öffnen außerdem weit.

Hinten kann man gut durchrutschen, weil der Boden flach ist. Nur im Seat kann man mit den Füßen an der nach hinten ausladenden Mittelkonsole hängenbleiben. Sie stört auch ein wenig den Fahrgast auf dem ansonsten gut nutzbaren Mittelplatz, dessen Dreipunktgurt in die Bank integriert ist. Der Fußraum der hinten sitzenden Fahrgäste ist etwas knapp. Kniefreiheit haben sie aber reichlich, sofern ihr Vordermann seinen übertrieben weiten Längsverstellbereich weidlich ausnutzt. Dann wird es hinten eng.

Der Kofferraum lässt sich ebenso wie im Golf am Markenemblem öffnen und sieht auch genauso aus. Hier, im kurzen hinteren Überhang, ist einfach kein größerer Kofferraum mehr unterzubringen. Dafür ist das Ladeabteil gut geschnitten und nicht zerklüftet und bietet sogar noch Stauraum unter dem doppelten Laderaumboden des VW ID.3. Der Seat e-Born bietet etwa sieben Zentimeter mehr Innenhöhe, die aber zu einer ebenso hohen Stufe hinter der Ladekante führen. Im Taxi-Einsatz wäre das sicher verschmerzbar.

Umdenken müssen die Fahrer beider Elektroautos, weil die Bedienung völlig anders ist als bisher. Nur noch für den Warnblinker und die Fensterheber gibt es eine Taste, alle anderen Befehle werden per Touch oder über Sprachbefehle eingegeben. Der Instrumententräger verschiebt sich zusammen mit dem Lenkrad in der Höhe und der Entfernung. Weil dabei der Abstand zum „Wählhebel“ und zur Feststellbremse gleichbleibt, könnten Fahrerinnen und Fahrer mit kurzen Armen Schwierigkeiten bekommen. Durch die Verlagerung des Wählhebels und des Handbremshebels hinter das Lenkrad wurde Platz für eine opulente Mittelkonsole vorn frei, die jede Menge Staumöglichkeiten bietet.

Wie bei Seat zu erfahren war, werden beide Autos im gleichen Werk in Sachsen gebaut. Der Seat e-Born soll Mitte 2020 auf den Markt kommen. Seat machte noch keine Angaben zum Preis. Volkswagen verriet immerhin, dass das Fahrzeug mit der kleinsten Reichweite von bis zu 330 Kilometern unter 30.000 Euro (incl. MwSt.) kosten soll.

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