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Extreme Kälte lässt Diesel klumpen

Minusgrade setzen Dieselmotoren längst nicht mehr so zu wie früher. Bis minus 22 Grad ist der Betrieb von aktuellen Dieselfahrzeugen problemlos möglich. Aber selbst dieser kritische Punkt wird derzeit im Norden und Osten Deutschlands unterschritten, so dass so manches Taxi möglicherweise nicht anspringt. Der TÜV Rheinland gibt Tipps.
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Redaktion (allg.)

Der Grund für eventuelle Startschwierigkeiten bei extremen Minusgraden sind die wachsähnlichen Paraffine des Dieselkraftstoffs, die bei Temperaturen unter null Grad Celsius zum Ausflocken neigen. Das sichtbare Ergebnis: Der Kraftstoff wird trüb. Bis minus 22 Grad können sie laut TÜV Rheinland allerdings nicht zu dicken Brocken zusammenkleben und der Sprit fließt ganz normal weiter. Verantwortlich für den problemlosen Betrieb ist der mit speziellen Zusätzen versehene Winterdiesel, den es in der Regel ab Oktober an den Tankstellen gibt. Fällt die Temperatur allerdings unter minus 22 Grad Celsius, helfen die Zusätze nicht mehr. Dann wird der Diesel zu einer zähen Masse, die kein Motor verbrennen kann. In diesem Fall heißt es warten und den Treibstoff, wenn möglich, in einer geheizten Garage wieder auftauen lassen. Von Hausmitteln wie ein wenig Benzin oder Petroleum rät der TÜV dringend ab! Moderne Common Rail- oder Pumpe-Düse-Selbstzünder reagieren darauf extrem allergisch – bis hin zum endgültigen Totalausfall der Einspritzpumpe. „Und auf keinen Fall den Tank zum Beispiel mit einem Gasbrenner erwärmen", warnt Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrtexperte des TÜV Rheinland: „Im schlimmsten Fall explodiert er nämlich durch diese Spezialbehandlung."

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