Werbung
Werbung
Werbung

Alkoholisierter Autofahrer blieb ohne Schuld

Ein interessantes Urteil über einen Unfall beim Linksabbiegen hat das Oberlandesgericht München gefällt.
Manchmal trifft die Justiz schon erstaunliche Entscheidungen. (Foto: Thorben Wengert/pixelio.de)
Manchmal trifft die Justiz schon erstaunliche Entscheidungen. (Foto: Thorben Wengert/pixelio.de)
Werbung
Werbung
Dietmar Fund

Einem alkoholisierten Autofahrer kann eine Teilschuld bei einem Unfall erspart bleiben, wenn der nicht im Zusammenhang mit dem Fahren unter Alkoholeinfluss steht. Das ergibt sich aus einem Urteil des Oberlandesgerichts München mit dem Aktenzeichen 10 U 299/14, auf das die Deutsche Anwaltshotline hinweist.

In dem verhandelten Fall hatte ein Autofahrer mit 1,04 Promille im Blut zum Überholen angesetzt. Im gleichen Moment bog der Überholte links ab. Es kam zur Kollision. Der Linksabbieger gab zwar zu, sich vor dem Abbiegen nicht nach hinten umgesehen zu haben, doch habe er gebremst und geblinkt. Im nüchternen Zustand hätte der Überholer sicher nicht zum Überholen angesetzt, spekulierte der Linksabbieger.

Das überzeugte das Gericht nicht. Es fand vielmehr, dass sich der Überholer trotz des Alkoholeinflusses verkehrsgerecht verhalten habe.

Printer Friendly, PDF & Email
Logobanner Liste (Views)
Werbung