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DVR fordert ein absolutes Alkoholverbot am Steuer

„Alko-Interlocks“ (atemalkoholgesteuerte Wegfahrsperren) könnten nach Meinung des Deutschen Verkehrssicherheitsrates zusätzlich langfristige Fahrverbote verkürzen.
Klare Verkehrsregeln wie ein striktes Alkoholverbot am Steuer führen nach Meinung des DVR zu richtigem Verkehrsverhalten. (Foto: Thorben Wengert/Pixelio.de)
Klare Verkehrsregeln wie ein striktes Alkoholverbot am Steuer führen nach Meinung des DVR zu richtigem Verkehrsverhalten. (Foto: Thorben Wengert/Pixelio.de)
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Redaktion (allg.)

Nach Informationen des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) ist Alkohol am Steuer nach wie vor eine Hauptursache für Verkehrsunfälle: 7,4 Prozent aller Verkehrstoten aus dem Jahr 2015 starben auf Grund eines Alkoholunfalls. Deswegen plädierte zum Auftakt der Aktionswoche „Alkohol 2017“ der DVR für ein absolutes Alkoholverbot am Steuer. Zudem würde laut einer repräsentativen Umfrage des Verkehrssicherheitsrates 59 Prozent der Befragten ein solches Verbot akzeptieren.

Zusätzlich empfiehlt der DVR, sogenannte „Alko-Interlocks“ (atemalkoholgesteuerte Wegfahrsperren) einzuführen. Dies könne vor allem den Alkoholauffälligen langfristige Fahrverbote verkürzen, die beruflich auf ihr Auto angewiesen seien. Ein präventiver Einsatz der ‚Alkohol-Interlocks‘ in Taxen, Lkws und Schulbussen durch die Unternehmen selbst sorgt nach Meinung des DVR für mehr Sicherheit.

Weitere Besonderheiten der Statistik aus 2015: Alkoholunfälle passieren meist nachts und am Wochenende. Fast die Hälfte (43 Prozent) der Alkoholunfälle ereigneten sich zwischen 22 Uhr und 6 Uhr, während nur 7,8 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden insgesamt in diesem Zeitraum gezählt würden. Auffällig sei ebenfalls, dass die alkoholisierten Unfallbeteiligten meist einen sehr hohen Promillewert aufweisen würden. Drei Viertel wiesen nach Informationen des Verkehrssicherheitsrates einen Wert höher als 1,1 auf, knapp 46 Prozent lagen sogar über 1,6 Promille. Insgesamt führen die derzeit im Straßenverkehrsgesetz (StVG) verankerten unterschiedlichen Grenzwerte nach Meinung des DVR zu einer gewissen Verwirrung bei den Verkehrsteilnehmern. Durch ein absolutes Alkoholverbot könne hier Klarheit geschaffen werden.

(um)
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