Preistreiberei an den Zapfsäulen

Diesel wird in Deutschland in manchen Regionen teurer verkauft als Benzin. Nach ersten Tankstellen in Sachsen liegen nun auch in anderen Bundesländern die Dieselpreise über Benzin-Niveau.
Redaktion (allg.)

Nach Angaben einer Shell-Sprecherin handelt es dabei sich um die Regionen Frankfurt/Main, Karlsruhe und Chemnitz. Grund: Ölkonzerne hatten nach Medienberichten in der vergangenen Woche damit begonnen, den Preisabstand zwischen Normalbenzin und Super zu verringern. Marktführer Aral glich die Preise an, Konkurrent Shell ließ den Abstand bei einem halben Cent. Der bisherige Billiganbieter Jet dagegen hielt an dem Preisabstand von einem Cent zwischen Super und Normal fest. Weil Aral nach der Umstellung offenbar Absatzverluste bei Normalbenzin erlitten hatte, begannen nun die Preiskämpfe, die die Benzinpreise in einigen Regionen auf Diesel-Niveau sinken ließen. Üblicherweise liegt der Diesel-Preis rund 20 Cent unter dem für Benzin, weil die Steuer auf Diesel niedriger ist. Diese Zeiten sind – zumindest vorläufig – wohl vorbei: Diesel war am Montag im bundesweiten Durchschnitt nur noch sechs Cent billiger als Benzin. Der ADAC übte scharfe Kritik an der Strategie der Mineralölkonzerne. Aufgrund der niedrigeren Steuer auf Diesel im Vergleich zum Normalbenzin sei der aktuelle Dieselpreis „durch nichts zu rechtfertigen.“

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