Thema des Monats

Ein Pickerl für die Großstadt

Thema des Monats Januar 2007

Alles zu den geplanten Umweltzonen in Innenstadtbereichen und an Verkehrsknotenpunkten. Welche Schadstoffklasse hat mein Taxi? Woran erkennt man eine Umweltzone? Und warum kann man trotzdem ausgesperrt werden, selbst wenn man den saubersten Diesel der Welt fährt?
Ab März können die größten Kfz-Stinker aus bestimmten Regionen ausgesperrt werden. Städte und Gemeinden definieren so genannte Umweltzonen und setzten damit eine EU-Richtlinie um.

Angezeigt wird die Umweltzone durch ein rechteckiges Verkehrsschild mit rotem Kreis auf weißem Grund. In der Mitte steht „Umwelt“, darunter sind die Umweltplaketten in grün, gelb und rot abgebildet. Dies ist der Hinweis, welche Fahrzeuge in der Zone fahren dürfen. Am Ende der Umweltzone stehen schwarz-weiße Aufhebungsschilder.

Künftig dürfen in solche Zonen nur noch Pkw und Lkw einfahren, die gut sichtbar an der Windschutzscheibe die für ihr Fahrzeug ausgestellte Plakette angebracht haben. Damit hat also auch Deutschland sein Pickerl.

Wer ab März sein Fahrzeug nicht gekennzeichnet hat, darf in solche Umweltzonen nicht mehr einfahren. Auch der nachträgliche Nachweis, dass man ein schadstoffarmes Auto fährt, hilft dann nicht mehr. Ab Februar sollen die Plaketten unter anderem an den TÜV-Stationen erhältlich sein.

Die Information, in welcher Schadstoffklasse Ihr Taxi oder Mietwagen eingestuft wird, finden Fahrzeughalter im Kfz-Schein. Die dort aufgeführten Emissionsschlüsselnummern stehen in alten Fahrzeugscheinen (ausgestellt vor dem 1. Oktober 2005)im Feld „zu 1“. Relevant ist von der mehrstelligen Zahl die 5. und 6. Ziffer. In den neuen Papieren steht die Nummer zwei Zeilen unterhalb der Euronorm (14.1).

Dieselfahrzeuge mit den Emissionsschlüsselnummern 32,33,38,39,43,53 bis 70 und 73-75 erhalten eine grüne Plakette und dürften damit von keinem Fahrverbot betroffen sein. Ein gelbes Pickerl bekommen dagegen die Emissionsschlüsselnummern 30,31,36,37,42,44 bis 52 und 72. Die rote Karte in Form einer roten Plakette zeigen die Städte allen Dieselfahrzeugen mit den Schlüsselnummern 25 bis 29, 35, 41 und 71.

Wann genau welche Städte und Gemeinden ihre Umweltzonen einrichten, steht bisher noch nicht fest. Erst vor kurzem kam raus, dass auch viele Benzin-Fahrzeuge mit einem Katalysator der ersten Generation betroffen wären. Da diese Autos zur Feinstaubproblematik jedoch nicht wesentlich beitragen, wollen viele Städte die Umweltzonen erst dann einführen, wenn die G-Kat-Fahrzeuge aus der Kennzeichenverordnung genommen worden sind.

(sk)