Notbremsassistenten helfen auch bei Wildtieren

Der ADAC hat Crashtests mit Wildschweinen durchgeführt und bescheinigt Nachtsicht- sowie Notbremsassistenten auch in diesen Fällen eine gute Wirkung.

Mit einem 180 Kilogramm schweren Keiler-Dummy prüfte der ADAC die Folgen eines Aufpralls mit 80 km/h. (Foto: ADAC)
Mit einem 180 Kilogramm schweren Keiler-Dummy prüfte der ADAC die Folgen eines Aufpralls mit 80 km/h. (Foto: ADAC)
Dietmar Fund

Nachtsicht- und Notbremsassistenten können Wildunfälle zwar nicht immer verhindern, mindern aber auf jeden Fall die Unfallfolgen bei einem Aufprall. Zu diesem Schluss sind die Unfallforscher des ADAC unter anderem bei Crashtests mit Wildschein-Dummys gekommen.

Bei den Tests kollidierte ein 180 Kilogramm schwerer Dummy eines Keilers mit einem 3er-Kombi von BMW, der mit 80 km/h unterwegs war. Der Stuntman am Steuer blieb trotz des heftigen Aufpralls unverletzt. Bei nächtlichen Funktionsversuchen stellte sich heraus, dass Nachtsichtassistenten auch auf die Wärmestrahlung von Tieren reagieren und den Fahrer damit frühzeitig warnen und den Bremsvorgang einleiten könnten.

Auch die für Notbremsassistenten häufig verbauten Radarsensoren, die auf Fußgänger und Radfahrer ausgerichtet sind, könnten bei Wildunfällen helfen, schreibt der Autoclub nach dem Test solcher Systeme in zwei kompakten SUV, die nicht mit einem Taxi-Paket erhältlich sind. Bei der Entwicklung der bald verpflichtend werdenden Notbremsassistenten sollte die Erkennung von Wildtieren mit beachtet werden, fordert der ADAC.

Insbesondere Autofahrern, die noch keine solche Assistenten an Bord haben, raten die Unfallforscher dazu, an Feld- und Waldrändern langsamer zu fahren und beim Auftauchen eines Tieres weiter abzubremsen. Ausweichen sollen man auf keinen Fall.

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