Mainz will Taxikonzessionen verringern
Wie die Verlagsgruppe Rhein-Main berichtet, möchte die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz die Taxikonzessionen von 213 auf etwa 175 verringern. Die Stadtverwaltung folgt damit den Empfehlungen eines Gutachtens zur Funktionsfähigkeit des Taxigewerbes in Mainz, das sie beim Hamburger Marketing-Forschungsinstitut Linne + Krause in Auftrag gegeben hatte. Es ist in der Taxi-Branche einschlägig bekannt.
Nach einer Befragung aller Mainzer Taxiunternehmer kamen die Gutachter zu dem Schluss, dass die Zahl der Taxen zu hoch ist, um vernünftige Gewinne zu ermöglichen. Außerdem liege die Quote der Unternehmen, deren betriebswirtschaftliche Angaben nicht plausibel seien, mit über 30 Prozent recht hoch.
Linne + Krause rechnete seinem Auftraggeber vor, dass in Mainz 1,05 Taxen auf 1.000 Einwohner kämen, während dieser Durchschnittswert in Städten vergleichbarer Größe bei 0,8 liege. Rechne man die Mietwagen hinzu, stünden in Mainz rund 1,5 Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner zur Verfügung. Hinzu käme, dass die Nachfrage nach Taxifahrten in Mainz mit durchschnittlich 4,3 Fahrten pro Einwohner und Jahr relativ niedrig läge. Große Städte kämen hier auf zweistellige Zahlen.
Die Verkehrsbehörde hat 2014 damit begonnen, die Kontrolle der Taxiunternehmer zu verstärken. Einen ähnlichen Weg hat zuvor schon die benachbarte hessische Landeshauptstadt Wiesbaden eingeschlagen.
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