Japanische Autobauer Honda und Nissan blasen Fusion ab

(dpa/fn) Zusammenarbeit in wichtigen Feldern ja, Zusammenschluss nein. Eine Fusion der Nummer zwei und der Nummer drei der japanischen Autobauer ist vom Tisch.

Der Vorstandsvorsitzende von Nissan, Makoto Uchida (l-r), und der Vorstandsvorsitzende von Honda, Toshihiro Mibe, sowie Takao Kato, CEO von Mitsubishi Motors, nehmen an einer gemeinsamen Pressekonferenz teil. (Foto: Eugene Hoshiko/AP/dpa)
Der Vorstandsvorsitzende von Nissan, Makoto Uchida (l-r), und der Vorstandsvorsitzende von Honda, Toshihiro Mibe, sowie Takao Kato, CEO von Mitsubishi Motors, nehmen an einer gemeinsamen Pressekonferenz teil. (Foto: Eugene Hoshiko/AP/dpa)

Die japanischen Autobauer Honda und Nissan ziehen wie erwartet einen Schlussstrich unter ihre Fusionsgespräche. Die im Dezember gestarteten Verhandlungen werden beendet, teilten die Konzerne am Donnerstag in Tokio mit. 

Zusammenarbeit mit Mitsubishi Motors

Stattdessen wollen die Firmen zusammen mit Mitsubishi Motors in der seit August vergangenen Jahres geplanten strategischen Partnerschaft zusammenarbeiten, die auf die Digitalisierung und Elektrifizierung von Fahrzeugen ausgerichtet sei. Dass aus einem Zusammenschluss nichts wird, hatte sich in den vergangenen Wochen immer deutlicher abgezeichnet, mehrere Medien hatten dahingehend berichtet.

Japanische Autobauer unter Druck

Die japanischen Autobauer hatten gehofft, sich gemeinsam besser gegen das schwächelnde Geschäft in China sowie die erstarkende Konkurrenz im wachsenden Elektroautomarkt wehren zu können. Japanische Automobilhersteller sind in diesem Bereich global ins Hintertreffen geraten.

Tesla und der chinesische Hersteller BYD machen den Japanern in den USA und China Druck. Nissan hat insbesondere auf dem chinesischen Markt zu kämpfen, wo die Verkäufe deutlich gesunken sind.

Probleme bei Ausrichtung

Gegenstand der Diskussionen war unter anderem, dass Nissan im Rahmen eines Joint Ventures unter das Dach von Honda schlüpfen könnte - was allerdings scheiterte. Die Konzerne hätten sich entschieden, den Fokus auf schnellere Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse im sich rasch wandelnden Markt zu legen, hieß es in der Erklärung. Honda und Nissan sind nach dem VW-Rivalen Toyota die zweit- und drittgrößten Autobauer Japans.

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